Demografischer Wandel Demografiewerkstatt Kommunen - Kommunen demografiefest machen

Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft: Sie wird älter und bunter. Das hat Auswirkungen auf fast alle Politikbereiche. Besonders spürbar ist dieser Prozess in den Kommunen - in den Städten, Landkreisen und Gemeinden. 2020 endete das Förderprojekt Demografiewerkstatt Kommunen (DWK)

Die Kommunen sind im Zeitverlauf ganz unterschiedlich stark betroffen, sodass es auf kommunaler Ebene einer individuell abgestimmten Gesamtstrategie bedarf. Das Projekt Demografiewerkstatt Kommunen setzte genau da an. Jede Kommune wurde dabei einzeln mit all ihren Facetten sowie ihren politischen und administrativen Prozessen betrachtet.

2016 wurden gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden die Kreise Dithmarschen in Schleswig-Holstein und Düren in Nordrhein-Westfalen, der Landkreis Emsland mit der Gemeinde Vrees in Niedersachsen sowie der Regionalverband Saarbrücken ausgewählt. Weiterhin wurden die Städte Riesa und Adorf/Vogtland in Sachsen, Grabow in Mecklenburg-Vorpommern sowie Dortmund in Nordrhein-Westfalen zur Teilnahme im Projekt ausgewählt. Die Landkreise Havelland in Brandenburg und Ludwigslust/Parchim in Mecklenburg Vorpommern haben sich ebenfalls dem Projekt angeschlossen, genauso wie Bamberg in Bayern und Romrod in Hessen.

Miteinander und Teilhabe vor Ort stärken

Ziel der DWK war, Kommunen demografiefest zu machen. Dabei ging es darum, auf die verschiedenen Herausforderungen des demografischen Wandels entsprechend zu reagieren. Jede einzelne Kommune wurde dabei gesondert angeschaut. Dadurch konnten die im Projektverlauf zu entwickelnden Prozesse hin zu einer demografiefesten Kommune als Vorbild für andere, vergleichbare Kommunen gelten.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurden die ausgewählten Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort durch externe Beratungsteams begleitet und bedarfsgerecht unterstützt. Konkrete Projekte sollten dabei angestoßen werden, bereits vorhandene Initiativen wurden einbezogen und sinnvoll miteinander vernetzt.

Wichtig ist, dass sich am Ende des Projekts Strukturen und Prozesse langfristig etabliert haben und diese übertragbar für weitere Kommunen mit gleichartigen Herausforderungen sind. Die fünfteilige Projektsystematik wird aktuell als digitales Tool aufbereitet und steht voraussichtlich ab Sommer 2021 allen interessierten Kommunen zur Verfügung. Außerdem wird aktuell ein Nachfolgeprojekt zum Demografischen Wandel in Kommunen entwickelt.