Internationale Seniorenpolitik

Internationales

Internationale Seniorenpolitik

Die Bundesrepublik Deutschland setzt sich in internationalen Gremien für die Stärkung der Rechte Älterer ein - bei den Vereinten Nationen, im Europarat, in der Europäischen Union und im direkten Austausch mit Partnerstaaten. Insbesondere der fachliche Austausch mit Japan und Frankreich stellen hier Schwerpunkte dar.

Die offene Arbeitsgruppe Alter (Open-ended Working Group on Ageing - OEWG-A) der Vereinten Nationen (VN) befasst sich einmal pro Jahr in New York mit der Stärkung der Rechte älterer Menschen. Seit 2017 stehen folgende Themen auf der Agenda:

  • Diskriminierung Älterer
  • Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung Älterer
  • Recht auf Langzeitpflege und palliative Versorgung
  • Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung

Der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen wurde im Jahr 2002 in Madrid beschlossen (Madrid International Plan of Action on Ageing - MIPAA). Dieser politische Aktionsplan wird von den Mitgliedsstaaten mit Hilfe von nationalen Aktionsplänen, die auf regionalen Implementierungsstrategien basieren, umgesetzt.

Für die Umsetzung des zweiten Weltaltenplans auf europäischer Ebene ist die Regionalkommission UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) verantwortlich. Die zugehörige Arbeitsgruppe Altern (UNECE-Working Group on Ageing - UNECE-WGA) hält alle fünf Jahre eine Ministerkonferenz ab, um europäische Lösungen zu entwickeln.

Die letzte UNECE Ministerkonferenz fand im Jahr 2017 in Lissabon statt. Die Ministererklärung der 56 UNECE-Mitgliedstaaten nennt die Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre:

  • Potenziale des längeren Lebens erkennen
  • Längeres Arbeitsleben und Arbeitsfähigkeit fördern
  • Altern in Würde sicherstellen.

Detaillierte Informationen enthalten die politischen Kurzpapiere (Policy Briefs) der UNECE Arbeitsgruppe.

In nationalen Fachgesprächen beteiligt das Bundesseniorenministerium regelmäßig Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Vertreterinnen und Vertreter von Seniorenorganisationen. Hier werden Standpunkte und Bedürfnisse älterer Menschen erörtert und anschließend in die internationalen Debatten getragen. Umgekehrt werden hier auch die Ergebnisse der internationalen Debatten zurück auf die nationale Ebene gebracht. Wichtige Partner des Bundesseniorenministeriums sind die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und das Deutsche Institut für Menschenrechte.