Pinkstinks

Positivpreis "Pinker Pudel" verliehen: Mit progressiver Werbung gegen Sexismus

Das Logo des Preises "Pinker Pudel"
© Pinkstinks

Erstmals wurde am 1. März der Preis "Pinker Pudel" für progressive Werbung vergeben. In Hamburg zeichnete die Initiative "Pinkstinks" kreative Werbekampagnen aus, die mit Geschlechterstereotypen brechen und gesellschaftliche Vielfalt zeigen. Neben einem Jurypreis wurde auch ein Publikumspreis ausgelobt, für den zuvor fünf Unternehmen nominiert worden waren.

Die Gewinnerinnen und Gewinner

Publikum und Jury entschieden sich für einen Spot der Baumarktkette Hornbach von der Heimat Berlin Werbeagentur. Der Spot zeigt, dass Heimwerken keine reine Männersache ist. Mit einem Vorschlaghammer geht eine junge Frau gegen stereotype Frauenrollen vor. Motto:  "Wir haben nie gesagt, dass es einfach ist." Ebenfalls ausgezeichnet wurde eine Anzeige der Sparkasse, in der eine männliche Fee Wünsche erfüllt. Verantwortlich ist die Agentur Preuss und Preuss.

Die Werbekampagnen der beiden Preisträger sowie der übrigen Nominierten können auf der Website der Initiative "Pinkstinks" angesehen werden. 

Pinkstinks

Die Vergabe des "Pinken Pudels" ist Teil des Projekts "Werbemelder*in", das auf sexistische Werbung aufmerksam macht. Seit Oktober 2017 können Interessierte über ein Webformular geschlechterdiskriminierende Werbung melden. Eindeutig sexistische oder stereotype Werbung wird von "Pinkstinks" veröffentlicht. Bis Mitte Januar 2018 gingen rund 1300 Einsendungen ein, von denen 75 Prozent als sexistisch eingestuft wurden. Beispiele sind in einem Blogartikel zu finden. Das Projekt wird durch das Bundesfrauenministerium gefördert.

"Pinkstinks" ist eine Initiative gegen kommerzielle Werbung, die Mädchen und Frauen eine limitierende Geschlechterrolle zuweist. Die Initiative setzt sich ein für ein kritisches Medienbewusstsein, für Selbstachtung und ein positives Körperbild sowie alternative Rollenbilder.