Kinder vor Gewalt schützen

Yagmur Erinnerungspreis "Zivilcourage im Kinderschutz" verliehen

Dr. Ralf Kleindiek, Bildnachweis: Bundesregierung / Denzel
Dr. Ralf Kleindiek© Bundesregierung / Denzel

Der Yagmur Erinnerungspreis "Zivilcourage im Kinderschutz" ehrt Menschen oder Institutionen, die auf Gefahren für das Kindeswohl hinweisen oder sich für den Kinderschutz einsetzen.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung möchte damit an das Schicksal von Yagmur erinnern, die von ihren leiblichen Eltern so schwer misshandelt worden war, dass sie mit nur drei Jahren am 18. Dezember 2013 in Hamburg starb.

Der Yagmur Erinnerungspreis "Zivilcourage im Kinderschutz" ging nun erstmalig an den Arbeitskreis Dulsberg, der unter anderem mit einer Plakataktion die Bevölkerung des kleinen Hamburger Stadtteils Dulsberg für den Kinderschutz mobilisiert hat.

Kinderschutz weiter verbessern

Dr. Ralf Kleindiek betonte in seinem Grußwort:

"Ein effektiver Kinderschutz bedeutet vor allem Wachsamkeit, Austausch zwischen den Beteiligten und: so früh wie möglich zu helfen. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz haben wir hier viel erreicht und unter anderem den Auf- und Ausbau von Netzwerken Früher Hilfen gefördert. Das werden wir weiterhin tun."

Das Bundesfamilienministerium stärkt mit der "Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen" seit 2012 den Auf- und Ausbau von Netzwerken Früher Hilfen und den Einsatz von Familienhebammen. Hierfür stellte der Bund im Jahr 2012 30 Millionen Euro, im Jahr 2013 45 Millionen Euro und in den Jahren 2014 und 2015 jeweils 51 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 2016 werden die Frühen Hilfen dauerhaft in Höhe von 51 Millionen Euro jährlich durch einen Fonds gefördert.