Innovationsfonds "Demokratie leben!"

Projektideen für Demokratieförderung gesucht

Junge Leute klatschen sich mit den Händen ab
Bis zum 12. August können Projektideen für eine Förderung im Bereich Innovationsfonds eingereicht werden, die das Demokratievertrauen und die demokratische Diskussionskultur stärken© iStock/Rawpixel

Demokratie fördern, Vielfalt gestalten, Extremismus vorbeugen: Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" fördert bisher rund 600 Projekte und Maßnahmen mit kommunalen, regionalen und überregionalen Schwerpunkten. Das nun gestartete Interessenbekundungsverfahren zum Innovationsfonds im Bundesprogramm soll Projekte fördern, die besonders auf aktuelle demokratiefeindliche Entwicklungen wie zum Beispiel Desinformation und Hass im Netz reagieren. Anträge können ab sofort und bis 12. August eingereicht werden.

Für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" stehen im Jahr 2022 mehr als 160 Millionen Euro zur Verfügung. Im Jahr 2023 ist eine Steigerung um gut zehn Prozent geplant. Damit können weitere Impulse gesetzt werden.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus: "Mit großer Sorge beobachten wir neue Phänomene wie
zunehmenden Hass und Verschwörungstheorien im Netz. Sie können unseren demokratischen
Zusammenhalt gefährden. Im Zuge des Ukrainekriegs hat sich diese Entwicklung noch einmal verschärft. Wir reagieren auf diese und andere Entwicklungen mit dem Innovationsfonds im
Bundesprogramm 'Demokratie leben!' und fördern Initiativen und Projekte, die das
Demokratievertrauen und die demokratische Diskussionskultur stärken."

Förderung in vier Themenschwerpunkten

Der nun ausgeschriebene Innovationsfonds lädt interessierte Initiativen und Organisationen ein, ihre Projektideen zu folgenden vier Themenschwerpunkten einzureichen:

  1. Die aktive Auseinandersetzung mit Verschwörungsdenken und -narrativen und Falschinformationen, vor allem im Internet.
  2. Die Stärkung demokratischer Konfliktkompetenzen in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und politisch kontroversen Themen.
  3. Die Unterstützung neuer Ansätze in ausgewählten Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
  4. Die Entwicklung von pädagogischen Ansätzen zur Prävention von Rechtsextremismus und Ultranationalismus im Migrationskontext.

Die ausgewählten Projekte sollen von Frühjahr 2023 bis Ende 2024 mit bis zu 100.000 Euro jährlich gefördert werden.

Beratungshotline für Interessierte

Das mit der Umsetzung betraute Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA) schaltet für die Bewerbungsphase des Innovationsfonds eine Beratungshotline.

Die Hotline ist unter 030 69 80 77 328 erreichbar:

- Dienstag und Donnerstag von 12:00 bis 16:00 Uhr

- Mittwoch und Freitag von 10:00 bis 14:00 Uhr​​​​​