Hilfe für ukrainische Geflüchtete

Private Unterbringung von Geflüchteten wird überwiegend positiv bewertet

Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) hat ergeben, dass die meisten Menschen, die in den vergangenen Monaten ukrainische Geflüchtete bei sich aufgenommen haben, eine positive Bilanz ziehen. Für die Studie wurden 3000 Personen befragt, die privat Geflüchtet aufgenommen haben. Ein großer Teil der Vermittlungen fand über die Plattform "Unterkunft Ukraine" statt, die allein 45.000 Geflüchtete an private Haushalte vermittelt hat.

80 Prozent würden wieder Geflüchtete aufnehmen 

Die Befragung hat ergeben, dass die Unterbringenden überwiegend hoch qualifiziert sind und mit 62 Prozent zum größeren Teil aus Frauen mittleren Alters bestehen, die ausreichend Platz zur Verfügung haben. Als Motivation gaben die meisten Befragten an, dass sie Menschen bei sich aufgenommen haben, um konkret Hilfe zu leisten. Im Durchschnitt gingen sie davon aus, dass sie die Geflüchteten für sechs Monate beherbergen würden. Die Erfahrungen der Unterstützenden waren überwiegend positiv: 80 Prozent würden wieder Geflüchtete bei sich aufnehmen. Und dies, obwohl der größte Teil zuvor nicht in der Flüchtlingshilfe aktiv war.

Bei den untergebrachten Geflüchteten handelt es sich vor allem um Frauen und Kinder. Bereits im Juni war in zwei Dritteln der Haushalten mit Kindern mindestens ein Kind in der Schule oder Kita, in zwölf Prozent der Haushalte besuchte noch keines der Kinder eine Schule.