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Petition gegen Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt übergeben

Mehr als 54.000 Menschen haben die Petition "Gegen Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt!" unterschrieben. Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht (links) und Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, nehmen die von Ursula Karven (Mitte) gestartete Petition im Bundesfrauenministerium entgegen.

Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht und Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, haben am 19. August die Petition der Schauspielerin Ursula Karven "Gegen Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt!" entgegengenommen. Sexuelle Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz ist weit verbreitet. Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland hat sie schon einmal erlebt oder beobachtet.

Bei der Entgegennahme der Petition betonte Christine Lambrecht:

"Ich begrüße, dass die Petition dem Thema Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Sexismus und sexuelle Belästigung haben in einer offenen, gleichberechtigten Gesellschaft keinen Platz. Wir arbeiten bereits lange daran, Beschäftigte besser vor diesen absolut inakzeptablen, erniedrigenden und diskriminierenden Übergriffen zu schützen. Für Verbesserungen brauchen wir auch einen Kulturwandel und breite gesellschaftliche Bündnisse. Die Petition enthält einen Handlungsauftrag für die kommende Legislaturperiode. Ich werde das wichtige Anliegen der Petition weiterhin unterstützen."

Ursula Karven erklärte:

"Seit über 35 Jahren höre ich erschütternde Geschichten von Sexismus, von sexueller Belästigung, Machtmissbrauch sowie physischer und psychischer Gewalt gegenüber Frauen. Und auch ich habe selbst zahlreiche Erfahrungen dieser Art machen müssen. Darum weiß ich: Sexismus ist kein Einzelfall, sondern findet jeden Tag statt - in allen gesellschaftlichen Schichten, in allen Branchen, in allen Altersstrukturen. Weltweit. Ich setze mich in meiner Petition dagegen ein und fordere die Bundesregierung auf, tätig zu werden."

Handreichung des Bundesfrauenministeriums

Das Bundesfrauenministerium hat die "Dialogforen gegen Sexismus" zusammen mit der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF Berlin) durchgeführt. Sie nahmen drei Bereiche, in denen Sexismus am häufigsten wahrgenommen wird, zum Ausgangspunkt: in der Arbeitswelt, in Kultur und Medien sowie im öffentlichen Raum. Im Rahmen der Dialogforen sind gemeinsam mit zahlreichen Organisationen und Personen aus Wirtschaft, Politik, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft Handlungsempfehlungen gegen Sexismus erarbeitet worden. Diese liegen nun mit der Handreichung "Gemeinsam gegen Sexismus" vor.

Initiativen und Projekte gegen Sexismus, sexuelle Belästigung und Rollenstereotype

Das Bundesfrauenministerium unterstützt verschiedene Initiativen und Projekte gegen Sexismus, sexuelle Belästigung und Rollenstereotype, unter anderem: