Welttag gegen Menschenhandel

Menschen vor Ausbeutung und Menschenhandel schützen

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Der zweite Band der KOK-Buchreihe erscheint unter dem Titel "Menschenhandel in Deutschland - Rechte und Schutz für Betroffene"© Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. (KOK)

Seit 2014 rufen die Vereinten Nationen jedes Jahr am 30. Juli den Welttag gegen Menschenhandel aus, um ein Zeichen gegen die schwere Menschenrechtsverletzung zu setzen. Anlässlich des Aktionstages hat der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. (KOK), der vom Bundesfrauenministerium gefördert wird, sein neues Buch vorgestellt. Unter dem Titel "Menschenhandel in Deutschland - Rechte und Schutz für Betroffene" informiert der KOK in deutscher und englischer Sprache über Ausbeutung und Menschenhandel in Deutschland. Menschenhandel fallen Menschen weltweit zum Opfer. Seine Bekämpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bundesfamilienministeriums und der gesamten Bundesregierung. Der zweite Band der KOK-Buchreihe zum Thema Menschenhandel in Deutschland umfasst 30 Artikel von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Rechtswissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis. Durch Fallbeispiele wird das Phänomen anschaulich dargestellt. 

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Ich freue mich, dass es dem KOK erneut gelungen ist, ein umfassendes Bild des Phänomens Menschenhandel zu erstellen. Der Band stellt die Betroffenen mit ihren Rechten in den Mittelpunkt und analysiert praxisnah die verschiedenen Formen, Probleme und Herausforderungen im Feld." 

2020 fällt der Welttag gegen Menschenhandel zudem in eine Zeit, in der der Schutz von Betroffenen durch die Coronavirus-Pandemie vor besonderen Herausforderungen steht.

Dr. Franziska Giffey:

"Die globale Coronavirus-Pandemie mit ihren gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Folgen wirkt sich auf die Situation der von Ausbeutung und Menschenhandel betroffenen Menschen und ihre Unterstützung aus. Hilfsorganisationen und Behörden müssen darauf reagieren, um Betroffene besser schützen zu können. Es sind die Fachberatungsstellen, die über wesentliche Erkenntnisse und Kompetenzen verfügen. Sie eröffnen Zugänge zu den Betroffenen und schaffen damit die Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit mit ihnen."

Betroffene erkennen und unterstützen

Die Zivilgesellschaft leistet bei der Identifikation und Unterstützung von Betroffenen einen wichtigen Beitrag. Insbesondere der KOK engagiert sich als Zusammenschluss von Fachberatungsstellen bereits seit 1987 auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene gegen Menschenhandel und Ausbeutung. Es ist Ziel und Aufgabe, betroffene Menschen zu erkennen, sie zu schützen, und ihnen die Hilfe anzubieten, die sie brauchen. Dabei stehen ihre Rechte und Erfahrungen im Mittelpunkt.