Weltkindertag

Lisa Paus gratuliert allen Kindern und Jugendlichen zum Weltkindertag

Lisa Paus mit Kindern und Jugendlichen auf der Wiese vor dem Reichtstagsgebäude
Bundesfamilienministerin Lisa Paus setzt am Weltkindertag ein Zeichen für die Kinderrechte © Photothek/Leon Kuegeler

Am 20. September ist Weltkindertag. Aus diesem Anlass hat Bundesfamilienministerin Lisa Paus unter dem Motto "Gemeinsam für Kinderrechte" vor dem Sitz des Deutschen Bundestages ein Zeichen für die Kinderrechte gesetzt und allen Kindern und Jugendlichen zum Weltkindertag gratuliert.

Lisa Paus: "Ich gratuliere allen Kindern und Jugendlichen zum heutigen Weltkindertag! Die Interessen der Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit. Wann immer es um Kinder geht, muss ihr Wohl im Mittelpunkt stehen. Ihre Interessen gegenüber dem Staat sollen bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, gestärkt werden: bei Behörden- und Gerichtsentscheidungen bis hin zum Bundesverfassungsgericht. Deswegen werden wir die Kinderrechte im Grundgesetz verankern. Kinder, die in Armut aufwachsen, haben deutlich schlechtere Chancen auf einen guten Lebensweg. Deshalb setze ich mich gegen Kinderarmut ein, zum Beispiel mit dem Nationalen Aktionsplan 'Neue Chancen für Kinder in Deutschland', mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mit der Kindergrundsicherung."

Neue Kampagne "Gewalt ist mehr als du denkst" gestartet

Anschließend stellte Lisa Paus gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund die Kampagne "Gewalt ist mehr als du denkst" vor. Diese rückt das Thema psychische Gewalt an Kindern in den Vordergrund und macht auf Anzeichen und Folgen dieser Gewaltform aufmerksam. Das Erleben emotionaler Gewalt hat für viele Kinder und Jugendliche langfristige Folgen, dies umfasst auch das Miterleben von (emotionaler) Gewalt in Partnerschaften. Dem Koalitionsvertrag folgend, wird das Bundesfamilienministerium daher den Austausch mit dem Bundesjustizministerium suchen, um die Berücksichtigung häuslicher Gewalt in Umgangsverfahren stärker miteinzubeziehen.

Kinder und Jugendliche gut beraten - auch vertraulich

Darüber hinaus hob Lisa Paus zum Weltkindertag den eigenen und uneingeschränkten Beratungsanspruch von Kindern und Jugendlichen hervor, der im vergangenen Sommer eingeführt wurde: Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich bei allen Nöten und Problemlagen an eine Beratungsstelle oder das Jugendamt zu wenden - ohne dass ihre Eltern davon erfahren müssen. Lisa Paus würdigte in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der zahlreichen digitalen Beratungsangebote, beispielsweise der Nummer gegen Kummer, der Jugendnotmail und der bke-Onlineberatung, die Kindern und Jugendlichen in Notlagen kostenfrei, vertraulich und professionell Unterstützung und Beratung bieten.

Lisa Paus sitzt mit mehreren Erwachsenen an einem Tisch
Lisa Paus im SOS-Kinderdorf in Berlin-Moabit© Photothek/Leon Kuegeler

Zudem stellte Lisa Paus am Weltkindertag verschiedene, vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekte vor, deren Ziel unter anderem die Sensibilisierung und die Fortbildung der Fachkräfte in Justiz, Polizei und der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Gesundheitswesens, von Beratungsstellen und in Frauenhäusern sind. 

In einem weiteren Programmpunkt zum Weltkindertag besuchte Bundesfamilienministerin Lisa Paus das SOS-Kinderdorf in Moabit, einem Ortsteil des Berliner Bezirks Mitte. Dort tauschte sie sich mit Verantwortlichen über die Ukraine sowie über die Kindergrundsicherung aus.

Kinderrechte im Grundgesetz verankern

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind dem Bundesfamilienministerium ein besonderes Anliegen. Gerade in Krisenzeiten müssen die Interessen von Kindern besonders berücksichtigt werden. Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist daher ein notwendiges Signal für die Bedeutung der Kinderrechte in Deutschland. Denn starke Kinderrechte bringen auch starke Rechte für Familien: Eltern brauchen gute Rahmenbedingungen, um ihren Kindern gute Bildung und eine optimale Versorgung bieten zu können. Die ausdrückliche Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist Ziel der neuen Bundesregierung und im Koalitionsvertrag für die 20. Legislaturperiode entsprechend festgeschrieben.