Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine vor Menschenhandel schützen

Drei Großbuchstaben KOK und der Schriftzug Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.
Logo des KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. © KOK

Am 30. Juli rufen die Vereinten Nationen zum neunten Mal den Welttag gegen Menschenhandel aus. Der Aktionstag, der seit 2014 begangen wird, soll ein Zeichen gegen diese schwere Menschenrechtsverletzung setzen. In diesem Jahr steht der Kampf gegen Menschenhandel in Deutschland und in Europa vor besonderen Herausforderungen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind geflüchtete Frauen und Kinder besonders davon bedroht. Deshalb startet der KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. ab August ein Sonderprojekt, um sie nachhaltig zu schützen und Menschenhandel vorzubeugen. Dafür stellt das Bundesfamilienministerium zusätzliche Fördermittel zur Verfügung.

Fachberatungsstellen einbeziehen

In den kommenden fünf Monaten wird der KOK die Kooperationsstrukturen für von Menschenhandel Betroffene aus der Ukraine stärken und weiterhin intensive Präventions- und Vernetzungsarbeit leisten. Unter anderem werden spezialisierte Fachberatungsstellen zu ihren Erfahrungen aus den vergangenen Monaten befragt. So können Bedarfe von Geflüchteten und Fachberatungsstellen ausgemacht und besonders effektive Ansätze zum Schutz vor Menschenhandel weiterentwickelt werden. Außerdem sensibilisiert der KOK Menschen, die die Geflüchteten haupt- und ehrenamtlich begleiten und informiert über Unterstützungsangebote.

Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine

Seit Kriegsbeginn setzt sich die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern, der Zivilgesellschaft und in enger Kooperation auf europäischer Ebene dafür ein, Menschen, die aus der Ukraine fliehen, vor Ausbeutung und Menschenhandel zu schützen. Das Bundesfamilienministerium macht sich für eine intensive Präventionsarbeit stark und dafür, dass Betroffene frühzeitig identifiziert werden und ihnen Schutz und Unterstützung zukommen.

Der KOK

Das Bundesfamilienministerium fördert seit 1999 die Arbeit des KOK, auch in der aktuellen Förderperiode 2022 bis 2024. Für das Sonderprojekt zum Schutz Geflüchteter aus der Ukraine werden in diesem Jahr zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Der KOK engagiert sich auch in der "Alliance4Ukraine", ein koordinierendes Bündnis aus über 150 Organisationen.