Auftaktveranstaltung

ElternChanceN: Familien durch Elternbegleitung stärken

Lisa Paus am Rednerpult
Lisa Paus: "Familie ist der erste und wichtigste Bildungsort von Kindern. Genau hier setzt die Elternbegleitung an."© Florian Gaertner/photothek.de

Am 17. November hat die Auftaktveranstaltung zum ESF Plus-Programm "ElternChanceN - mit Elternbegleitung Familien stärken" stattgefunden. Das Programm wird vom Bundesfamilienministerium mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Die Auftaktveranstaltung stand unter dem Motto "Unterstützung für Familien in Krisenzeiten". 67 "Netzwerke Elternbegleitung", die vor Ort in den Kommunen Familien unterstützen, sowie interessierte pädagogische Fachkräfte konnten diese im Livestream verfolgen, sich fachlich austauschen und gegenseitig kennlernen. Bundesfamilienministerin Lisa Paus richtete ein Grußwort an die Teilnehmenden.

Lisa Paus: "Familie ist der erste und wichtigste Bildungsort von Kindern. Genau hier setzt die Elternbegleitung an. Mit dem Programm 'ElternChanceN - mit Elternbegleitung Familien stärken' unterstützen wir gezielt Familien in besonderen Lebenslagen, die Hilfe bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder brauchen. Von den Angeboten profitieren nicht nur Eltern mit jüngeren Kindern, sondern auch Familien mit Kindern im Grundschulalter. Damit ermöglichen wir Kindern bessere Startchancen und fördern die Chancengerechtigkeit in unserem Land. Das ist mir persönlich besonders wichtig."

Elternbegleitung vor Ort stärken

Was kann Elternbegleitung leisten und warum ist gerade die Vernetzung mit Grundschulen in diesem Kontext besonders wichtig? Diese und weitere Fragen haben Expertinnen und Experten aus der Praxis der Elternbegleitung, von Familiengrundschulzentren oder aus der Wissenschaft auf der Veranstaltung diskutiert.

Das ESF Plus-Programm "ElternChanceN - mit Elternbegleitung Familien stärken" ist im Juni bundesweit an 67 Standorten gestartet. Vor Ort vernetzen sich freie und öffentliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie soziale Einrichtungen, zum Beispiel Kitas, Grundschulen, Familienzentren oder Mehrgenerationenhäuser, um die Angebote der Elternbegleitung in der Kommune umzusetzen. Das Ziel ist, Familien in besonderen Lebenslagen - etwa mit kleinen Einkommen oder mit Fluchtgeschichte - mit niederschwelligen Beratungs- und Begleitungsangeboten zu unterstützen. Qualifizierte Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter werden dazu einbezogen.

Das ESF Plus-Programm "ElternChanceN"

Seit über zehn Jahren fördert das Bundesfamilienministerium Elternbegleitung. Mit dem neuen ESF Plus-Programm "ElternChanceN - mit Elternbegleitung Familien stärken" wird Elternbegleitung vor Ort etabliert und besser vernetzt. Das Ziel ist, die präventiv wirkende "Elternbegleitung" in kooperative Arbeitsformen besser einzubinden und diese als feste Größe im Sozialraum und im kommunalen Kontext zu etablieren. Bis 2028 stehen dafür 48 Millionen Euro aus Bundesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) bereit.