Deutscher Hospiz und PalliativVerband

Elke Ferner eröffnet Fachtagung zum Umgang mit Tod und Trauer

Elke Ferner eröffnet die DHPV-Fachtagung im Bundesfamilienministerium
Elke Ferner eröffnet die DHPV-Fachtagung im Bundesfamilienministerium© Bildnachweis: BMFSFJ

Am 7. Juni 2016 hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Elke Ferner, die Fachtagung "Bildungs-Gut-Hospiz: Ein Kulturauftrag für Politik und Gesellschaft" im Berliner Bundesfamilienministerium eröffnet.

Auf der Fachtagung des Deutschen Hospiz und PalliativVerbands e.V. (DHPV) wurde als Ergebnis des vom Bundesfamilienministerium unterstützten Projekts "Umgang mit Sterben, Tod und Trauer" auf die große Bedeutung dieser drei Themen für Heranwachsende aufmerksam gemacht. Expertinnen und Experten aus Praxis, Wissenschaft und Politik tauschten sich über aktuelle Erkenntnisse zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer im Kontext der schulischen Bildung aus.

Tod und Trauer als wichtige Themen der schulischen Bildung

Elke Ferner sagte zu Beginn der Tagung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: "Die Begleitung von Sterbenden, der respektvolle Umgang mit Tod und Trauer und damit die Arbeit von Hospizen und Palliativstationen verdient höchsten Respekt und unsere Anerkennung."

Je besser es gelingt, jungen Menschen die Themen Sterben, Tod und Trauer nahezubringen und sie als natürlichen Teil des Lebens anzunehmen, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie auch später als Erwachsene einfühlsam mit Sterbenden wie auch Trauernden umzugehen verstehen. Die Erfahrung der Projekte Hospiz und Schule des DHPV zeigen jedoch, dass der natürliche Umgang bei Kindern und Jugendlichen mit dem Sterben angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft verloren geht.

"Das Bundesfamilienministerium wird diese Veranstaltung daher auch zum Anlass nehmen, bei allen Kultusministerinnen und Kultusministern auf die große Bedeutung der wichtigen Lebensthemen Sterben, Tod und Trauer hinzuweisen und dafür zu werben, diesen Themen künftig mehr Raum auch in der schulischen Ausbildung an allgemeinbildenden Schulen einzuräumen", sagte Elke Ferner weiter.

Heranwachsende nicht mit dem Thema Tod alleine lassen

Erwachsene haben meist eigene hilfreiche Techniken entwickelt und versuchen ihre Tagesstruktur trotz der Trauer nicht zu vernachlässigen. Aber was ist mit Kindern und Jugendlichen, die ihre Großeltern, Eltern oder Freunde verlieren? Für viele Eltern sind Tod und Sterben ein Tabuthema in Gesprächen mit ihren Kindern. Heranwachsende dürfen im Umgang mit diesen wichtigen Lebensthemen aber nicht allein gelassen werden.

Ein Handbuch für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren soll allen Lehrerinnen und Lehrern dabei helfen, die Themen Tod und Trauern mit Kindern und Jugendlichen aller Schulformen angemessen zu bearbeiten. Das Handbuch ist über den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. erhältlich.