Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Christine Lambrecht übernimmt Leitung

Christine Lambrecht© Thomas Koehler/photothek.net

Franziska Giffey ist am 20. Mai als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf eigenen Wunsch entlassen worden. Christine Lambrecht wird das Ministerium zusätzlich zu ihrem Amt als Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz leiten.

Amtsübergabe im Schloss Bellevue

Franziska Giffey erhielt im Schloss Bellevue ihre Entlassungsurkunde durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Dieser bedankte sich bei der scheidenden Ministerin für ihre große Tatkraft in den vergangenen drei Jahren. Nicht nur sei es gelungen, sämtliche Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag auf den Weg zu geben. Auch in der Corona-Pandemie habe die Ministerin sich unermüdlich für die Belange von Familien, Kindern, Jugendlichen und Senioren eingesetzt. Zuletzt konnte noch ein Aufholpaket für die Zeit nach Corona in Höhe von zwei Milliarden Euro beschlossen werden.

Die Nachfolge tritt Christine Lambrecht an, die durch den Bundespräsidenten zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ernannt wurde. Gleichzeitig bleibt sie Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. Beide Ressorts sind wichtig für die weitere Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen, so der Bundespräsident.

Bereits gestern teilte Christine Lambrecht mit:

"Franziska Giffey hat sich in ihrer Amtszeit beharrlich für die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien eingesetzt. Gerade in der Corona-Pandemie gehören sie zu den Hauptleidtragenden. Deswegen ist es wichtig, dass wir jetzt zügig das Aufholpaket für Kinder und Jugendliche umsetzen, um sie besonders zu fördern und zu unterstützen."

Aufholpaket

Das "Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" wurde am 5. Mai durch das Bundeskabinett beschlossen. Es besteht aus einem Nachholprogramm für pandemiebedingte Lernrückstände und einem umfangreichen Maßnahmenpaket zur Unterstützung der sozialen Kompetenzen und der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Für diese Maßnahmen stehen bis 2022 insgesamt zwei Milliarden Euro zur Verfügung.