Bundesprogramm "Stark im Beruf"

Zugewanderte Mütter weiter beim Einstieg ins Berufsleben begleiten

Caren Marks während einer Rede vor einem Plakat mit der Aufschrift "Stark im Beruf"
Caren Marks spricht auf der Transferkonferenz "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein"© Herbert Jennerich (BAFzA)

Am 22. November hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Caren Marks, an der Transferkonferenz "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" teilgenommen. In Berlin diskutierten Programmbeteiligte und Akteure der Fachöffentlichkeit, was sich für Mütter mit Migrationshintergrund durch das Programm positiv entwickelt hat und wie sich die Programmerfolge in der zweiten Förderphase ab 2019 verstetigen lassen.

Caren Marks betonte:

"Das Bundesprogramm 'Stark im Beruf' verwandelt Wünsche in Chancen. Bisher konnten über 9000 Frauen mit Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit begleitet werden. Der Berufseinstieg zugewanderter Mütter kommt der ganzen Familie zugute. Deshalb ist es gut, dass 'Stark im Beruf' ab 2019 in die nächste Förderphase geht."

Arbeitsmarktexpertin Dr. Carola Burkert vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdeutlichte die Potenziale und Erwerbswünsche von Müttern mit Migrationshintergrund. Trotz eines hohen Fachkräftebedarfs in vielen Branchen und Regionen wird das Potenzial von zugewanderten Müttern noch immer nicht überall abgerufen. Angebote, die an den Bedarfen der Frauen ansetzen, können hier unterstützen.

Ziel des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Bundesprogramms "Stark im Beruf" ist es, Mütter mit Migrationshintergrund in Beschäftigung zu bringen. Rund 9400 Mütter mit Einwanderungsgeschichte, davon 80 Prozent ohne deutschen Pass, haben bisher teilgenommen. Die Kontaktstellen entwickeln mit den Müttern Vereinbarkeitslösungen und eine individuelle Berufswegeplanung - meist in enger Abstimmung mit den Jobcentern oder Arbeitsmarktagenturen. Zwei Drittel der Mütter haben nach "Stark im Beruf" einen klaren Erwerbsfokus. Fast 37 Prozent der Teilnehmerinnen sind anschließend in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Selbstständigkeit oder in eine Ausbildung eingetreten.  Ein weiteres Drittel hat ein Praktikum, eine Qualifizierung oder einen Sprachkurs erfolgreich abgeschlossen. Das ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf" startet ab 1. Januar 2019 in eine zweite, dreieinhalbjährige Förderphase.

Müttern mit Migrationshintergrund den beruflichen Einstieg erleichtern