Internationale Gleichstellungspolitik

Vorbereitung der 63. Sitzung der Frauenrechtskommission startet

Das Bild zeigt Carmen Marks an einem Rednerpult
Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, Caren Marks, betonte die Wichtigkeit multilateraler Zusammenarbeit© BMFSFJ

Am 17. Oktober hat das Bundesfrauenministerium gemeinsam mit dem UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. und dem Deutschen Frauenrat zu einem Vorbereitungstreffen mit Blick auf die 63. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (VN) 2019 eingeladen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, Caren Marks, stellte die gleichstellungspolitischen Planungen der Bundesregierung vor und betonte die Wichtigkeit multilateraler Zusammenarbeit, um gemeinsam grenzüberschreitende Herausforderungen zu gestalten.

Caren Marks:

"Das Bundesfrauenministerium und die zivilgesellschaftlichen Akteurinnen der Gleichstellungspolitik arbeiten seit vielen Jahren verlässlich und erfolgreich zusammen. Ich freue mich daher sehr, dass so viele tolle Frauen der Einladung des Deutschen Frauenrats und von UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. zur Vorbereitung der 63. VN Frauenrechtskommission im März 2019 ins Bundesfrauenministerium gefolgt sind."

Thematischer Schwerpunkt der Sitzung der Frauenrechtskommission, die vom 11. bis zum 22. März 2019 in New York stattfindet, ist die soziale Sicherung von Frauen und Mädchen. Eine gerechte Gestaltung von Sozialsystemen, ein gleichberechtigter Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und zu einer nachhaltigen Infrastruktur sind weltweit für Frauen und Mädchen wesentliche Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben. Diese Grundlagen stehen ihnen jedoch oft nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sind diese Themen an zahlreichen Stellen verankert, darunter in Ziel 1: "Armut in all seinen Ausprägungen überall beseitigen".

Auch Fragen der bestmöglichen Gestaltung von Arbeitsmärkten für Frauen, einer guten und gesicherten Beschäftigung sowie einer angemessenen soziale Sicherung werden die Mitglieder der Frauenrechtskommission im kommenden März diskutieren.

Ziel der Informationsveranstaltung im Bundesfrauenministerium war es, sowohl die Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Zivilgesellschaft als auch die Frauenrechtskommission (FRK) inhaltlich auf die 63. Sitzung vorzubereiten. Unter den Teilnehmenden waren zahlreiche Verbände und Vereinigungen, aber auch Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bundestags. Unter anderem berichteten Expertinnen aus der Zivilgesellschaft und des Bundesfrauenministerium von ihren Erfahrungen bei der Frauenrechtskommission. Neben wichtigen organisatorischen Hinweisen sowie Informationen zu verhandlungstaktischen Überlegungen wurden auch inhaltliche Stellungnahmen zum Hauptthema präsentiert und diskutiert.

Vertreterinnen des DGB, der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, von Fair Pay Innovation Lab sowie eine Jugendbeobachterin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen berichteten zudem aus ihrer Arbeit zu den Themen der vorherigen FRK. Ergänzend stellten sie ihr Fachwissen und die jeweiligen Perspektiven auf das aktuelle Thema "Soziale Sicherung" vor.

Seit ihrer Gründung 1946 hat die Frauenrechtskommission als funktionale Kommission des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) die Stärkung von Frauen und ihrer Rechte als oberstes Ziel. Sie erarbeitet Empfehlungen und Berichte zur Förderung der Frauenrechte in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Soziales und Bildung.