EU-Ratspräsidentschaft Videokonferenz zu Gleichstellung und Mitbestimmung in Europa

Gleichstellung macht die EU sozialer und wirtschaftlich robuster© BMFSFJ

Am 13. Oktober haben die Arbeits- und Sozialministerinnen und -minister der EU unter Vorsitz Bundesgleichstellungsministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil getagt. Bei der Videokonferenz im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ging es um die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt.

Dr. Franziska Giffey:

"Gleichstellung zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ist kein Luxus. Sie macht die Europäische Union sozialer und wirtschaftlich robuster, gerade in Krisenzeiten. Die Corona-Krise hat den Blick dafür geschärft, wie ungleich Arbeit zwischen Männern und Frauen verteilt ist. Dabei wurde deutlich, dass in der Pandemie vor allem Frauen diejenigen sind, die den Laden am Laufen halten. Europaweit sind über 75 Prozent der Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen Frauen. Nur auf Führungsebene sind sie kaum zu finden. Auch unbezahlte Sorgearbeit wird mehrheitlich von Frauen erledigt - oft auf Kosten der eigenen Karriere und Rente. Aber die letzten Monate haben aber auch gezeigt, wo das Potenzial liegt. Viele Väter haben sich deutlich mehr in Familie und Haushalt eingebracht. Partnerschaftlichkeit ist ein wichtiger Baustein für mehr Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt."

Ziel des Bundesgleichstellungsministeriums ist, die ungleiche Verteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern auch auf europäischer Ebene voranzutreiben.