Anlaufstellen für Engagierte

Engagement in der Flüchtlingshilfe unterstützen

Angebote der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) stellt Informationen für Helfende zur Verfügung, die sich für Geflüchtete aus der Ukraine engagieren oder engagieren wollen. Ihre Überblicksseite mit dem Titel "Ukraine - Ehrenamt hilft gemeinsam" wird regelmäßig aktualisiert.

Außerdem bietet die Stiftung kostenfreie Online-Schulungsangebote für Engagierte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an. Ziel ist, die verschiedenen Aspekte des Engagements für geflüchtete Menschen aufzugreifen und Fragen der Engagierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu beantworten.

Auch finanziell unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Engagierte und Initiativen können zum Beispiel vom Fördermodul "Engagement in Krisenzeiten" profitieren sowie zum Teil auch Anträge über laufende Förderprogramme wie das Mikroförderprogramm und die Allgemeine Projektförderung stellen.

Die DSEE ist Mitbegründerin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses "Alliance4Ukraine" und eines gleichlautenden Funds. Das Bündnis will bestehende Strukturen in Deutschland stärken, die vor allem die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine erleichtern wollen.

Heim- und Waisenkindern helfen

Die Melde- und Koordinierungsstelle zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus ukrainischen Waisenhäusern informiert Einrichtungen, Organisationen und Privatpersonen, die die Aufnahme evakuierter Heim- und Waisenkinder aus der Ukraine in Deutschland organisieren. Sie gibt Auskunft über das Verteilverfahren und die zuständigen Stellen in den Bundesländern und nennt relevante Ansprechpersonen. Fragen Gruppen ukrainischer Heim- und Waisenkinder auf dem Weg nach Deutschland von sich aus an, vermittelt die Meldestelle diese auch an die zuständigen Stellen weiter. Die SOS Meldestelle, betrieben von SOS-Kinderdorf e.V., ist unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 12 606 12 täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr erreichbar.

Holocaustüberlebende aus der Ukraine evakuieren

Der Ukraine-Krieg bedroht auch Überlebende des Holocausts. Dabei handelt es sich um überwiegend schwerstpflegebedürftige Personen. Um diese Menschen vor dem Krieg zu schützen, hat die Jewish Claims Conference (JCC) eine humanitäre Hilfsaktion zur Evakuierung der aus der Ukraine organisiert. Beteiligt sind daran die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, vor allem die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden (ZWST). Die Verbände kümmern sich darum, passende Unterkünfte für die Holocaustüberlebenden zu organisieren, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hilft bei den Transporten der Pflegebedürftigen.

Das Bundesfamilienministerium brachte für die Realisierung des Vorhabens die zuständigen Ressorts der Bundesregierung und die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammen, damit sie die JCC zielgerichtet unterstützen können. Zudem moderiert das Bundesfamilienministerium hierzu einen Gesprächskreis, in welchem die aktuellen Sachstände ausgetauscht und anstehende Rechtsfragen besprochen werden.

Seniorinnen und Senioren unterstützen

Die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen richtet als Dachverband den Blick besonders auf die Situation der älteren Menschen in diesem Krieg. Das gilt zum einen für die älteren Menschen, die in der Ukraine bleiben und für diejenigen, die mit oder ohne Familienangehörige nach Deutschland geflüchtet sind. Die BAGSO widmet sich außerdem Seniorinnen und Senioren in Deutschland, bei denen die Kriegsereignisse traumatische Erfahrungen aus den Weltkriegen wieder wachrufen. Online ruft die BAGSO zum Engagement auf, verweist auf einschlägige Hilfeportale und Angebote sowie Beispiele für konkrete Hilfsangebote, zum Beispiel die Seniorenbüros vor Ort.