Wo kann ich mich beraten lassen?

Mobbing - ob online oder offline - kann Kinder und Jugendliche psychisch extrem überfordern. So haben Vorfälle häufig Langzeitfolgen - die Betroffenen bleiben verängstigt und verschlossen. In solchen Fällen sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen, zum Beispiel bei einem Psychologen oder einer Beratungsstelle.

Für Jugendliche ist es wichtig, Beratungsangebote zu kennen, an die sie sich mit Problemen wenden können, die sie nicht mit den Eltern oder Lehrkräften besprechen wollen. Bei einer Online-Beratung bleiben sie anonym und können sich trotzdem akut Hilfe suchen.

  • Die Nummer gegen Kummer ist ein kostenloses telefonisches Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern - auch bei Problemen mit dem Internet
  • Die Bundeskonferent für Erziehungsberatung berät Kinder und Jugendliche sowie Eltern online
  • Bei Juuuport informieren und beraten ausgebildete Jugendliche Gleichaltrige

In vielen Fällen von Cybermobbing sind Ermittlungen und Maßnahmen schwer umzusetzen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass an betroffenen Schulen und in Jugendeinrichtungen Präventionsarbeit gegen Cyberbullying - zum Beispiel im Rahmen einer allgemeinen Gewaltprävention - geleistet wird. Den Jugendlichen sollte klar gemacht werden, was es für die Opfer solcher Attacken bedeutet, wenn sie über Community-Portale diffamiert und öffentlich bloßgestellt werden - und dass sich Täter im Einzelfall aufgrund von Persönlichkeitsrechtsverletzungen strafbar machen.

Mit dem Ziel, insbesondere religiöses Mobbing an Schulen einzudämmen und Toleranz und Demokratieverständnis zu fördern, hat das Bundesjugendministerium im Mai 2018 ein Programm zur Ausbildung von Anti-Mobbing-Profis an Schulen gestartet.

Sind Sie Lehrerin oder Lehrer und möchten das Thema Cybermobbing gerne im Unterricht thematisieren? Hier finden Sie Materialien und Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung: