Integrationen und Chancen für Jugendliche

JUGEND STÄRKEN im Quartier



Das Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Logo des Europäischen Sozialfonds für Deutschland Logo der Europäischen Kommission Logo von Zusammen. Zukunft. Gestalten, dem Motto der aktuellen ESF-Förderperiode

Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben unterstützen

Von 2019 bis Mitte 2022 unterstützt das Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" 162 Kommunen dabei, Angebote für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf am Übergang von der Schule in den Beruf zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Projektförderungen liegt in den Gebieten des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" und vergleichbaren Regionen. Die öffentliche Jugendhilfe steuert und koordiniert die Angebote. Sie arbeitet dabei eng mit freien Jugendhilfeträgern, Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Schulen, Quartiersmanagements und weiteren Kooperationspartnern zusammen.

Damit geht das Programm bereits in die zweite Förderrunde. In der ersten Förderrunde von 2015 bis 2018 wurden Vorhaben in 175 Kommunen realisiert, 55.000 junge Menschen nahmen an Projekten teil.

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" will junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren erreichen, denen Zukunftsperspektiven fehlen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht zur Schule gehen oder Arbeitsmarktmaßnahmen abgebrochen haben, sollen angesprochen werden.

Dafür kombiniert verschiedene sozialpädagogische Angebote, die entsprechend der Bedarfslage der Zielgruppen in der Kommune passgenau ausgestaltet werden können:

  • Case Management (intensive sozialpädagogische Einzelfallarbeit)
  • Aufsuchende Jugendsozialarbeit (zum Beispiel Streetwork oder Mobile Beratung)
  • Niedrigschwellige Beratung/Clearing (zum Beispiel Anlaufstellen mit Lotsenfunktion, in denen Jugendliche eine Erstberatung erhalten)
  • Mikroprojekte mit Mehrwert für das Quartier und dessen Bewohner und Bewohnerinnen (zum Beispiel Anlegen eines Trimm-Dich-Pfades, Organisation eines Stadtteilfestes)

Mit "JUGEND STÄRKEN im Quartier" bündeln das Bundesjugendministerium und das Bundesinnenministerium erstmals Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in einem gemeinsamen Programm. Der Bund beteiligt sich mit jährlich rund 24,8 Millionen Euro aus dem ESF und 1,1 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Dadurch wird die kommunale Jugendsozialarbeit vor Ort entscheidend gestärkt.

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" ist Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, zu der auch die Jugendmigrationsdienste und das Projekt "JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen" gehören. Mit der Initiative setzt sich das Bundesjugendministerium deutschlandweit für eine bessere soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit schlechten Startchancen ein.