Projektförderungen

Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Geschlechtsidentität

Projektförderungen

Unterstützt werden zum Beispiel Familienberatungsstellen oder Seminare und Kongresse zum Thema Homo- und Transphobieprävention.

Projekt des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland zur Sensibilisierung und Schulung von Familienberatungsstellen in der Beratung von Regenbogenfamilien

Mit dem Projekt "Beratungskompetenz zu Regenbogenfamilien" sollen die bestehenden Familienberatungsstellen in ganz Deutschland in ihrer Kompetenz zur Beratung und Unterstützung von gleichgeschlechtlichen Eltern und gleichgeschlechtlichen Paaren mit Kinderwunsch gestärkt werden. Das Projekt ist am 1. Juli 2015 gestartet und für drei Jahre angesetzt. Weitere Informationen auf der LSVD-Familienseite.

"Coming-out - und dann?"

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) führte mit Mitteln des Bundesfamilienministeriums die Studie "Coming-out - und dann?" mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren durch. Das Forschungsprojekt befasste sich mit den Coming-out-Verläufen und Diskriminierungserfahrungen von LSBT Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland: Wie erleben und gestalten sie ihr inneres und äußeres Coming-out? Welche Erfahrungen machen sie im Freundeskreis, in der Familie und an Bildungs- und Arbeitsorten? In qualitativen Interviews sowie einer quantitativen Online-Erhebung gaben über 5000 Jugendliche Auskunft über ihre Empfindungen und Erfahrung. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der Seite des DJI veröffentlicht.

Kongress "Respekt statt Ressentiment" - Strategien gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie"

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend förderte den vom Lesben- und Schwulenverband in Kooperation mit der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung veranstalteten Kongress "Respekt statt Ressentiment" - Strategien gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie", der am 10. Juni 2015 in Berlin stattfand. Zielgruppen des Kongresses waren Multiplikatoren aus den Bereichen Demokratieförderung, Bildungsarbeit, Wissenschaft und Politik, Bundesministerien, Medien, Kunst und Kultur, Antirassismus- und Akzeptanzarbeit sowie LGBTI-Organisationen. Eine Dokumentation des Kongresses ist hier zu finden. 

Teilnahme des Bundesverbandes der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen e.V. (BEFAH) am evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart

Die ehrenamtlichen Mitglieder des BEFAH sind regelmäßig auf den evangelischen Kirchtagen mit einem Stand präsent. Für den BEFAH ist der evangelische Kirchentag eine gute Gelegenheit,um beratend und aufklärend zur Verfügung zu stehen. Damit will der BEFAH e.V. vorhandene Vorurteile gegenüber der Homosexualität abbauen.    

Begleitforschung für die Interministerielle Arbeitsgruppe

Zur besonderen Situation inter- und transgeschlechtlicher Menschen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  im September 2014 eine interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) unter seinem Vorsitz eingerichtet. Mit zwei Rechtsgutachten, die im Sommer dieses Jahres vergeben wurden, wird der Arbeitsprozess der interministeriellen Arbeitsgruppe begleitet. Beide Gutachten sollen im Herbst 2016 vorliegen und lauten:

  • "Geschlecht im Recht: Status Quo & Entwicklung von Regelungsmodellen zur Anerkennung und zum Schutz von Geschlechtsidentität"
  • "Regelungs- und Reformbedarf für transsexuelle/-geschlechtliche Menschen" 

Projekt der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld über Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Verfolgung nach § 175 StGB in der Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld führt im Jahre 2015 mit Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  ein Projekt zur "Entwicklung Tablet- und Internetbasierter Bildungsmodule und -einheiten für die Arbeit mit Zeitzeuginnen- und Zeitzeugen-Videos zu den unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen des § 175 StGB auf LSBTTIQ" im Rahmen des Bildungs- und Forschungsprojekts "Archiv der anderen Erinnerungen" der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld durch. Zielgruppen sind die außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung und die Museumpädagogik.

Bundesprogramm Demokratie leben

Im Rahmen des Anfang 2015 gestarteten Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  werden neun Projekte zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie sowie ein Verband gefördert. Die Projekte laufen von 2015 bis 2019 und haben ein Fördervolumen von über vier Millionen Euro. Eingereicht werden konnten Förderanträge zu Projekten, die zur Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Orientierungen beitragen, Vorurteile abbauen helfen und sich gegen Diskriminierung und Gewalt auf Grund von Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung richten.