Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, geschlechtliche Vielfalt Projektförderungen

Hier eine Auswahl der aktuellen Aktivitäten:

Regenbogenportal und Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt

Das seit Mai 2019 existierende Regenbogenportal wurde optimiert und erweitert. Das umfassende Wissensnetz zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt für LSBTIQ und deren Angehörige bietet eine neue Optik, verbesserte Suchfunktion und zusätzliche Angebote besonders für Fachkräfte - zum Beispiel aus dem Gesundheits-, Personal- oder Bildungswesen. Fachkräfte finden in einem eigenen Bereich schnell und für sie aufbereitet Basiswissen, Materialien und Anlaufstellen für ihren beruflichen Alltag. Neu integriert sind auch Veranstaltungshinweise, Fortbildungs- und Trainingsangebote.

In Zusammenarbeit etwa mit Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege, Trans*/Inter*-Interessensvertretungen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist das Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt eingerichtet worden. Es soll dazu beitragen, die Beratungs- und Unterstützungslandschaft bundesweit zu stärken und sichern.

Aufnahme der Themen in Bildungslehrpläne

Eine von der Universität Merseburg durchgeführte Studie zeigt auf, ob und wie die Themen Trans- und Intergeschlechtlichkeit bereits in den Bildungslehrplänen der gesundheitlichen, medizinischen, psychologischen, sozialen und pädagogischen Ausbildungen und Studiengänge integriert sind. Anhand der Rechercheergebnisse werden Vorschläge zur Einbindung in die Curricula entwickelt.

Konferenz im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft plant das Bundesfamilienministerium vom 18. bis 19. November eine Konferenz zum Thema Europa und LSBTI - Lebensrealitäten lesbischer* Frauen und Anerkennung von Regenbogenfamilien. Ziel ist es, intersektionale Lebensrealitäten von lesbischen* Frauen und die Bedarfe von Regenbogenfamilien als besondere Familienform sichtbar zu machen und ihre Bedeutung für die politischen Handlungsfelder im Rahmen der Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik zu diskutieren.

Bundesprogramm "Demokratie leben!"

Im Bundesprogramm "Demokratie leben!" werden in der zweiten Förderperiode (2020 bis 2024) Einzelprojekte und erstmalig ein eigenes Kompetenznetzwerk im Themenfeld Homosexuellen- und Trans*feindlichkeit gefördert. Dieses bündelt Informationen bundesweit, stellt fachliche Beratung bereit und soll einen Transfer von erfolgreichen Präventionsansätzen in Bundes-, Landes- und kommunale Strukturen gewährleisten.

meinTestgelände - das Gendermagazin für Jugendliche

Das Online-Magazin meinTestgelände veröffentlicht authentische und unbearbeitete Beiträge (zum Beispiel eigene Texte, Songs oder Videos ) von Jugendlichen zu den Themen Gender und Gleichstellung und regt damit Diskussionen unter Jugendlichen, aber auch unter Fachkräften an.

Förderung von Dachverbänden

Das Bundesfamilienministerium fördert seit 2016 die beiden Dachverbände "Dachverband Lesben und Alter" und "BISS -Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren e.V.".

Der "Dachverband Lesben und Alter" vertritt die Interessen lesbischer Seniorinnen. Er nimmt Einfluss auf die Seniorinnenpolitik und wirkt aktiv in die großen Verbände hinein, etwa in die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V., die Wohlfahrtsverbände, Frauenverbände und kirchliche Organisationen.

Die "Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren (BISS)" soll die Partizipation und Teilhabe älterer Schwuler in der Seniorenpolitik stärken und eine Sensibilisierung des Themas auf allen Ebenen vorantreiben.

§175: Hotline für Betroffene

Des Weiteren betreibt die Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren (BISS) mit Förderung des Bundesfamilienministeriums eine Hotline für die Opfer der nach § 175 StGB und §151 StGB-DDR verurteilten Personen. Homosexuelle Handlungen galten in der Bundesrepublik bis 1994 und in der DDR bis 1989 als Straftat. Die Hotline bietet eine niedrigschwellige Einstiegsberatung. Sie vermittelt Betroffenen grundlegende Informationen und verweist an weiterführende Stellen. Die Hotline ist montags bis freitags von 9:00 bis 11:00 Uhr und mittwochs und donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0800/175 2017.