Frauen vor Gewalt schützen

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Mit dem Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wurde erstmals ein deutschlandweit und rund um die Uhr erreichbares Hilfeangebot für Frauen geschaffen, die von Gewalt betroffen sind. Das Hilfetelefon richtet sich an Frauen, die von Gewalt betroffen sind und Menschen aus ihrem sozialen Umfeld sowie Personen, die beruflich oder ehrenamtlich gewaltbetroffene Frauen beraten und unterstützen. Qualifizierte Beraterinnen bieten kompetente Erstberatung an und weisen die Betroffenen zur weiteren Betreuung auf Unterstützungseinrichtungen vor Ort hin.

Die Beraterinnen des Hilfetelefons orientieren sich an den Fragen und Bedürfnissen der Anrufenden. Die Gespräche sind vertraulich und können anonym geführt werden. Weder am Telefon noch auf der Internetseite werden persönliche Daten abgefragt oder gespeichert. Mit Hilfe von Dolmetscherinnen ist eine Beratung in vielen Sprachen möglich. Hörgeschädigte können über die Internetseite kostenfrei einen Dolmetscherinnendienst in Anspruch nehmen.

Die Bundesregierung hat mit der Einrichtung des Hilfetelefons im März 2013 ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrags im Bereich Gewalt gegen Frauen umgesetzt. Über 143.000 Mal haben sich zwischen März 2013 und Ende 2017 Ratsuchende an das Hilfetelefon gewandt: Frauen, die von Gewalt betroffen sind, Personen aus dem sozialen Umfeld Betroffener sowie Fachkräfte, die Informationen benötigen.

In Deutschland gibt es bereits ein dichtes Netz von Unterstützungseinrichtungen. Dennoch erreichen diese Angebote viele von Gewalt betroffene Frauen nicht. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat diese Lücke geschlossen: Es ist jederzeit ohne Hürden, kostenlos, anonym, vertraulich, barrierefrei und bei Bedarf mehrsprachig erreichbar ist. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wird von allen Zielgruppen gut angenommen.

Weitere Informationen bietet die Internetseite zum Hilfetelefon, über die Betroffene auch Kontakt zum Hilfetelefon aufnehmen können.