Frauen und Arbeitswelt

Zielsicher - Mehr Frauen in Führung

Eine Frau im Businesskostüm hält einen Vortrag
Faire Einkommensperspektiven schaffen© iStock / PeopleImages

Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Es soll dazu beitragen, den Anteil von Frauen an Führungspositionen signifikant zu erhöhen und einen Kulturwandel in den Unternehmen anzustoßen.

Eine neue Arbeits- und Unternehmenskultur entsteht jedoch nicht von heute auf morgen. Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, erfordert vor allem eine Strategie und den entschlossenen Willen von Aufsichtsräten, Vorständen und Top-Management, die notwendigen Veränderungsprozesse einzuleiten.

Die Bundesregierung wird die Unternehmen mit den Anforderungen des Gesetzes nicht allein lassen. Im Rahmen des Programms "Zielsicher - Mehr Frauen in Führung" werden bis zum Sommer 2017 gemeinsam mit Unternehmen innovative Ansätze und Instrumente für mehr Frauen in Führungspositionen entwickelt und die Unternehmen bei den Zielsetzungen beraten. Die Maßnahme zielt darauf, den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zu befördern und gewonnene Erkenntnisse aus dem Umsetzungsprozess an alle interessierten und betroffenen Unternehmen weiterzugeben.

Das Programm umfasst einen Praxisleitfaden, der schnell und umfassend zum Gesetz informiert, bei der Entwicklung und Umsetzung von betriebsindividuellen Zielgrößen unterstützt und konkrete Handlungsfelder sowie gute Praktiken vorstellt. 

In der Workshop-Reihe "B2B" kommen von der Gesetzgebung betroffene Unternehmen zusammen, um sich zu den Themen Zielsetzung, begleitende Maßnahmen, Kommunikation und Change Management auszutauschen. Die Ergebnisse dieser intensiven Zusammenarbeit werden regelmäßig als White Paper veröffentlicht.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz. Es wird umgesetzt von der unabhängigen Forschungs- und Beratungsorganisation EAF Berlin (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft e.V.) in Kooperation mit der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.