Perspektive Wiedereinstieg

Frauen und Arbeitswelt

Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg"



Das ESF-Bundesprogramm "Perspektive Wiedereinstieg - Potenziale erschließen" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Logo "Perspektive Wiedereinstieg"
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Mit dem Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" unterstützt die Bundesregierung Frauen und Männer, die familienbedingt mehrere Jahre aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind oder ihre Arbeitszeit verringert haben, bei einem perspektivreichen Wiedereinstieg in das Berufsleben oder der Ausdehnung der bisherigen Erwerbstätigkeit.

Seit 2008 führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Aktionsprogramm mit der Bundesagentur für Arbeit und anderen Kooperationspartnern durch. Im Aktionsprogramm werden Angebote und Initiativen gebündelt und der Austausch mit Ländern und Verbänden gefördert.

Faire Einkommensperspektiven schaffen

Familienbedingte Erwerbsunterbrechungen betreffen hauptsächlich Frauen, vor allem in den alten Bundesländern. Ziel des Bundesfamilienministeriums ist es, faire Einkommensperspektiven zu schaffen und die Erwerbstätigkeit von Frauen über die ganze Erwerbsbiografie hinweg zu stärken. Der Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Denn wenn der Wiedereinstieg zum Beispiel mit 40 Jahren gelingt, haben Wiedereinsteigerinnen noch 27 Jahre bis zum Renteneintritt und damit Möglichkeiten für berufliche Perspektiven und eine spürbare Verbesserung der eigenen Alterssicherung.

Ziele des Aktionsprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" sind:

  • Frauen und Männer nach mehrjähriger familienbedingter Erwerbsunterbrechung bei einem substanziellen und nachhaltigen beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen, das heißt ausbildungsadäquat und möglichst vollzeitnah,
  • Aushandlungsprozesse zur Neuverteilung familiärer und häuslicher Aufgaben in Familien anzuregen,
  • die Entlastung durch Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen zu erhöhen, da sich dadurch Zeit für einen beruflichen Wiedereinstieg gewinnen lässt,
  • Menschen, die während oder nach Familienphasen einen Minijob ausüben, Wege aus der geringfügigen Beschäftigung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufzuzeigen,
  • Personalverantwortliche in Unternehmen über das Potenzial der gut qualifizierten Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger zu informieren,
  • Institutionen und Verbände zu vernetzen und so Unterstützungsangebote für einen gelingenden beruflichen Wiedereinstieg auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene zu optimieren.

Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen

Unter dem Dach von "Perspektive Wiedereinstieg" werden verschiedene Angebote und Initiativen gebündelt, so ist auch das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte beschäftigungspolitische Bundesprogramm "Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen" ein Bestandteil des Aktionsprogramms. Das neue ESF-Bundesprogramm ist am 1. Juli 2015 gestartet. Bundesweit werden Träger und Trägerverbünde an 22 Standorten dabei unterstützt, Frauen und Männern nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung mit Aktivierungs-, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie einem begleitenden Coaching die Rückkehr in das Berufsleben zu erleichtern.