Kita-Ausbau

Gute Kinderbetreuung

Kita-Ausbau: Gesetze und Investitionsprogramme

Durch bedarfsgerechte Kinderbetreuung können Eltern Beruf und Familie besser vereinbaren - häufig ist sie sogar die Grundvoraussetzung dafür, dass Mütter und Väter überhaupt arbeiten können. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit.

Zwar haben die Anstrengungen von Bund und Ländern beim Kita-Ausbau für Kinder unter drei Jahren bereits Wirkung gezeigt: Die Betreuungsquote hat sich im Bundesdurchschnitt seit 2008 von 17,6 Prozent auf 33,6 Prozent (2018) fast verdoppelt. Dennoch liegt der Bedarf noch höher: Rund 45 Prozent der Eltern von Kindern unter drei Jahren möchten einen Betreuungsplatz für ihre Kinder.

Außerdem werden aktuell wieder mehr Kinder geboren und es gilt, die in den vergangenen Jahren neu ins Land gekommenen Kinder mit Fluchthintergrund zügig in die Kindertagesbetreuung zu integrieren. Seit dem 1. August 2013 besteht zudem ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder in Deutschland ab dem ersten Lebensjahr. Der zusätzliche Kita-Ausbau ist daher wichtig und notwendig. Deshalb sieht die Bundesregierung für die kommenden Jahre deutlich mehr Mittel für die Kindertagesbetreuung vor:

Im Jahr 2008 ist das erste von vier Investitionsprogrammen gestartet, um den Kita-Ausbau voran zu treiben. Mit den ersten drei Investitionsprogrammen hat sich der Bund mit insgesamt 3,28 Milliarden Euro am Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren beteiligt. In den vergangenen zehn Jahren sind so insgesamt mehr als 400.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entstanden.

Aktuell läuft das vierte Investitionsprogramm, das den Ländern noch bis 2020 zusätzlich 1,126 Milliarden Euro für den Ausbau bereitstellt. Damit können 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt geschaffen werden. Seit Beginn der Investitionsprogramme hat sich die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren im bundesweiten Durchschnitt von 17,6 Prozent auf 33,6 Prozent (2018) fast verdoppelt.

Grundlage für das vierte Investitionsprogramm bildet das "Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung", das am 1.Januar 2017 in Kraft getreten ist.

Das Kinderförderungsgesetz (KiföG) ist am 16. Dezember 2008 in Kraft getreten. Es stellt einen entscheidenden Schritt hin zu einem bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Bildungsangebot für Kinder unter drei Jahren dar. Mit dem Gesetz wurde die Grundlage geschaffen, das bedarfsgerechte, qualitative Angebot für Kinder unter drei Jahren weiter ausbauen zu können. Das Betreuungsangebot sollte dabei in seiner Vielfalt bestehen bleiben. Aus diesem Grund wertete das Gesetz die Kindertagespflege ebenfalls auf.

In der Nachfolge des KiföG setzt das Gute-KiTa-Gesetz nun auf mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung. Dafür investiert der Bund in den kommenden Jahren 5,5 Milliarden Euro. Mit dem Bundesprogramm "Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher" will das Bundesfamilienministerium zusätzlich dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Ziel ist es, junge Menschen für den Erzieherberuf zu gewinnen und gut ausgebildete Profis an den Beruf zu binden.

Um die Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Deutschland zu verfolgen und zu dokumentieren, wurden parallel zum Ausbau jährlich aktuelle Daten veröffentlicht: Von 2010 bis 2015 informierten die "KiföG-Berichte" über die Entwicklung des Versorgungsniveaus, den erreichten Ausbaustand sowie den weiteren Entwicklungsbedarf. Seit dem Jahr 2016 werden diese Daten mit der Publikation "Kindertagesbetreuung Kompakt" des Bundesfamilienministeriums bekanntgemacht. Die Broschüre nimmt auch die Zufriedenheit der Eltern mit den Betreuungsangeboten in den Blick.