Kinderbetreuung

Fragen und Antworten zum Ende des Modellprogramms "Sprach-Kitas" 

Die sprachliche Bildung im Kitaalter ist fundamental, um Kinder gut auf den weiteren Bildungsweg vorzubereiten und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg werden häufig schon in den Jahren vor der Einschulung gelegt. Dabei ist sprachliche Bildung kein Nischenthema, sondern gehört ins Zentrum der Qualitätsentwicklung. 

Am 31. Dezember 2022 läuft das Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" aus. Dazu informieren wir Sie in den FAQs:

Warum soll das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" Ende des Jahres auslaufen?

Förderprogramme des Bundes sind immer befristet. Zudem liegt die Zuständigkeit im Bereich der Kindertagesbetreuung und frühkindlichen Bildung in unserem föderalen System bei den Ländern. Dennoch unterstützt der Bund die Länder seit Jahren massiv mit Förderprogrammen im Kitabereich - aus der Überzeugung heraus, dass die frühkindliche Bildung von extremer Bedeutung ist, wenn es um Chancengerechtigkeit geht. 

Das mit zuletzt rund 200 Millionen Euro jährlich ausgestattete Programm "Sprach-Kitas" war von Anfang an als befristetes Modellprogramm angelegt. Der Bund hat es auf den Weg gebracht, um bundesweit die Aufmerksamkeit stärker auf die Bedeutung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung zu lenken. 

Warum wird das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" trotz des steigenden Förderbedarfs nicht fortgeführt?

Das Konzept sah von Beginn an vor, dass das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" nach einer befristeten Förderperiode in die Verantwortung der Länder übergeben wird. Das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" sowie das ebenfalls befristete Vorgänger-Programm "Schwerpunkt-Kitas Sprache Integration" haben seit 2011 den Aufbau von Strukturen für die alltagsintegrierte Sprachbildung in Kitas ermöglicht. Nach elf Jahren Unterstützung durch den Bund ist der Kompetenzaufbau in der Fläche gelungen. Die durch das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" entstandenen und erfolgreich erprobten Strukturen und Ansätze werden nun in die Verantwortung der Länder übergeben. 

Wie geht es nach der Beendigung des Modellprogramms weiter?

Es liegt nun an den Ländern, die Strukturen, die der Bund durch das Modellprogramm angeschoben hat, weiter zu nutzen und zu finanzieren. Es ist wichtig, dass alle Länder die Bedeutung der sprachlichen Bildung in den Kitas erkennen, sie in ihren Landesgesetzen verankern und eigene Landesprogramme auflegen. Einige Länder haben das bereits getan. 

Welche finanziellen Mittel stellt der Bund den Ländern zur sprachlichen Bildung weiterhin zu Verfügung?

Die Länder haben schon die Möglichkeit, Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz für die Fortführung des Sprach-Kita-Programmes zu nutzen. Diese Mittel in Höhe von zwei Milliarden Euro werden jeweils auch in den kommenden beiden Jahren vom Bund bereitgestellt.

Wird die sprachliche Bildung im Kitaalter weiterhin durch das Bundesfamilienministerium gefördert?

Wir werden die sprachliche Bildung zum vorrangigen Handlungsfeld im Gute-Kita-Gesetz machen. Dafür stellen wir 2023 und 2024 jeweils zwei Milliarden Euro im Bundeshaushalt bereit. Wir werden das Gesetz in ein Kita-Qualitätsgesetz weiterentwickeln. So stärken wir die Sprachförderung weiter, indem wir sie gesetzlich verankern und finanziell weiter stärken.