"Stark im Beruf"

Geflüchteten Müttern den beruflichen Einstieg erleichtern

Das Bild zeigt Caren Marks
Caren Marks beim Zukunftsgespräch "Jobchancen für geflüchtete Mütter - wie der berufliche Einstieg in Deutschland gelingt"© Piero Chiussi

Geflüchtete Mütter können den Erwerbseinstieg in Deutschland trotz teilweise geringer Vorkenntnisse packen - wenn ein starker Wille und gezielte Unterstützung zusammenkommen. Das war die Kernbotschaft des Zukunftsgesprächs "Jobchancen für geflüchtete Mütter - wie der berufliche Einstieg in Deutschland gelingt", das am 12. Oktober im Bundesfamilienministerium stattgefunden hat. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, sprach dazu mit mehreren Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Arbeitsverwaltung.

Diese stellten weitere Ergebnisse der Arbeit mit geflüchteten Müttern vor. Demnach benötigen die zugewanderten Frauen zusätzliche Beratung, um Erwerbsperspektiven zu entwickeln. Notwendig sind hier neben dem Ausbau von Sprachkompetenzen auch die Unterstützung bei Fragen der Alltagsbewältigung, beispielsweise bezüglich Wohnraum oder fehlender Kinderbetreuung.

Caren Marks:

"Geflüchtete Mütter wollen arbeiten, unabhängig sein und ihr eigenes Einkommen erwirtschaften. Wenn diese Mütter gut integriert sind, klappt auch die Integration der Familie besser. Es ist daher richtig und wichtig, dass wir - in bewährter Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit - das Programm 'Stark im Beruf' ab 2019 an mittlerweile 90 Projektstandorten fortsetzen."

9000 Frauen beim Berufseinstieg begleitet

Das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Bundesfamilienministerium geförderte Programm "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" unterstützt Mütter mit Migrations- und Fluchthintergrund beim Einstieg in den Job: Jede zweite Teilnehmerin mit Fluchthintergrund hat bereits eine Arbeit aufgenommen, eine Weiterbildung begonnen oder eine Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen.

So konnte bislang rund 9000 Müttern mit Migrations-und Fluchthintergrund auf ihrem Weg in die Berufstätigkeit geholfen werden. Die "Stark im Beruf"-Kontaktstellen unterstützen sie durch Alltagsbegleitung, Sprachkursvermittlung und Gruppenkurse.

Die erste Förderphase des Programms endet zum 31. Dezember 2018. Eine zweite Förderphase vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2022 mit rund 90 Projektstandorten schließt sich an.