Familie und Digitale Gesellschaft

Familien im Zentrum der Digitalisierung

Ein Großvater mit Laptop und sein Enkel mit Zeitung sitzen gemeinsam am Tisch
Digitalisierung gemeinsam gestalten und nutzen© fotolia/VadimGuzhva

Die Familie steht im Zentrum der Digitalisierung. Die unterschiedlichen Erfahrungen von Eltern, Großeltern, Kindern und Jugendlichen in Schule, im Arbeitsleben, im Jugendverband oder dem Verein werden in der Familie zu einer bunten, manchmal explosiven Mischung. Die Digitalisierung bietet auch große Potenziale zur Verbesserung des Familienlebens. Deshalb brauchen Familien Unterstützung bei der Gestaltung des Alltags in der digitalisierten Gesellschaft. Die Erfahrung, die eigenen digitalen Kompetenzen einbringen und entwickeln zu können, ist entscheidend. Dadurch wird Familienleben in der digitalen Gesellschaft besser. Und Familien werden zu einem Experimentierraum, der allen gesellschaftlichen Bereichen zugutekommt.

In FamilienLaboren aktiv und kreativ mit Digitalisierung in der Familie experimentieren

Bei dem vom Bundesfamilienministerium entwickelten Projekt FamilienLabore stehen der positive Umgang mit Technologie und die Erfahrung, mit digitalen Werkzeugen selbst etwas gestalten und bewirken zu können, im Mittelpunkt. Familien werden dazu ermutigt und dabei unterstützt, die eigene Familie als Labor zu begreifen und damit zu experimentieren, wie digitale Werkzeuge bei der Gestaltung des Familienlebens helfen können.

Die FamilienLabore folgen einem partizipativen Ansatz zur Ausbildung digitaler Kompetenzen: Eltern und Kinder entwickeln mit Unterstützung von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren technische Lösungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder zur besseren Bewältigung des familiären Alltags. Der Workshop orientiert sich dabei an den technischen Kompetenzen der Teilnehmenden. Je nach Fähigkeiten können sie an komplexeren Lösungen (Apps, Tools) arbeiten oder sich auf Grundlage offener Daten neue Kompetenzen im Bereich Open Data und Programmierung aneignen und an der Entwicklung einfacher technischer Lösungen mitwirken. Das dabei erworbene Wissen über Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten baut Berührungsängste und Vorbehalte ab, fördert den Dialog und ermutigt Eltern, mit ihren Kindern mitzuhalten.

Die eintägige Workshop-Reihe richtet sich vor allem an Familien, aber auch an lokale Partnerinnen und Partner sowie Kommunen. Das Projekt ist im Sommer 2017 mit einem Pilot-Workshop gestartet.