Chancen und Teilhabe für Familien

Deutsches Müttergenesungswerk

Das Müttergenesungswerk wurde 1950 durch Elly Heuss-Knapp, Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten, als Stiftung ins Leben gerufen. Die im Müttergenesungswerk zusammengeschlossenen Kliniken bieten Kuren für Mütter und Väter sowie für pflegende Angehörige an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf präventiven Maßnahmen, an denen neben Müttern und Vätern auch ihre Kinder teilnehmen können. Die Kuren sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Müttern und Vätern, bei denen die medizinischen Voraussetzungen vorliegen, muss eine entsprechende stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme genehmigt werden.

Ganzheitlicher Ansatz

Das Müttergenesungswerk bietet dreiwöchige Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen in 74 Einrichtungen an, die auf die speziellen Gesundheitsprobleme von Müttern, Vätern und pflegende Angehörige ausgerichtet sind und ein medizinisches und psychosoziales Angebot beinhalten.

Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen können neben den notwendigen medizinischen Leistungen vor allem über krankmachende Faktoren aufklären und durch Beratung und Training das gesunde Zusammenleben aller Familienmitglieder stärken. Körper und Geist, die einzelne Person und das Familiengefüge werden also gleichermaßen berücksichtigt.

So tragen die Einrichtungen auf ganz unterschiedliche Weise dazu bei, die Kräfte der Familien neu zu stärken und unser Land kinder- und familienfreundlicher zu gestalten.

Finanzielle Unterstützung

Die Krankenkassen sind bereits seit August 2002 gesetzlich zur Vollfinanzierung von Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter verpflichtet. Trotzdem gibt es immer wieder Mütter und Väter, die eine Maßnahme nicht antreten können, weil ihnen die finanziellen Mittel für den gesetzlichen Eigenanteil, den Fahrtkostenanteil, für kurspezifische Kinderkleidung oder auch nur ein Taschengeld während des Aufenthaltes fehlen.

Hier leisten Spendenmittel Abhilfe, die tausende ehramtlicher Sammlerinnen und Sammler alljährlich rund um den Muttertag für das Müttergenesungswerk zusammentragen.

Beratung

Rund 1300 wohnortnahe Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände unterstützen Mütter und Väter bei der Beantragung einer Kur und Wahl einer geeigneten Klinik und bieten ihnen die Möglichkeit einer Nachbetreuung an.

Expertinnen und Experten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und den Medizinischen Diensten der Krankenkasse messen der Vorbereitung und Nachbetreuung durch die bundesweiten Beratungsstellen der Müttergenesung eine hohe Bedeutung für die Nachhaltigkeit des Kurerfolges bei.

Das Bundesfamilienministerium fördert mit jährlich rund sechs Millionen Euro Baumaßnahmen in den Einrichtungen, um den Familien ein gutes Umfeld für ihre Kur zu bieten.