Müttergenesungswerk

Chancen und Teilhabe für Familien

Deutsches Müttergenesungswerk

Eine Mutter sitzt mit ihrer Tochter im Arm auf einem Spielplatz, Bildnachweis: Müttergenesungswerk
Das Müttergenesungswerk hilft belasteten Eltern

Das Müttergenesungswerk wurde 1950 durch Elly Heuss-Knapp, Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten, als Stiftung ins Leben gerufen. Die vom Müttergenesungswerk anerkannten, gemeinnützigen Kliniken bieten Kuren für Mütter und Väter sowie für pflegende Angehörige an. Es gibt Mütterkuren (ohne Kinder), Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren oder Kuren speziell für pflegende Angehörige.

Die Kuren sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie sind seit August 2002 gesetzlich zur Finanzierung von Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter verpflichtet. Das heißt, die Krankenversicherungen müssen eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme genehmigen, sofern die beantragende Person die entsprechenden medizinischen Voraussetzungen erfüllt.

Das Müttergenesungswerk bietet dreiwöchige ganzheitliche und gendersensible Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen in mehr als 70 Einrichtungen an. Die Kuren sind auf die speziellen Gesundheitsprobleme von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen ausgerichtet und beinhalten medizinische, physiotherapeutische und psychosoziale Therapien.

Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen können neben den notwendigen medizinischen Leistungen vor allem über krankmachende Faktoren aufklären. Durch Beratung und Training stärken sie das gesunde Zusammenleben aller Familienmitglieder. Körper und Geist, die einzelne Person und das Familiengefüge werden also gleichermaßen berücksichtigt. So tragen die Einrichtungen auf ganz unterschiedliche Weise dazu bei, die Kräfte der Mütter, Väter und pflegenden Angehörigen und damit ihrer Familien neu zu stärken. Dadurch leisten sie bundesweit einen Beitrag für mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit.

Das Bundesfamilienministerium fördert mit jährlich rund sechs Millionen Euro Baumaßnahmen in den Einrichtungen, um den Familien ein gutes Umfeld für ihre Kur zu bieten.

Wer Hilfe bei der Beantragung einer Kur benötigt, kann sich an eine der rund 1200 wohnortnahen Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände wenden. Diese unterstützen Mütter, Väter und pflegende Angehörige dabei, eine Kur zu beantragen und eine geeignete Klinik auszuwählen. Außerdem bieten die Beratungsstellen Nachsorgemöglichkeiten an.