Gute Kinderbetreuung

Ausbau der Kindertagesbetreuung schreitet weiter voran

Das Bild zeigt fünf lachende Kita-Kinder
Die Bundesregierung investiert in den Kita-Ausbau© BMFSFJ/Georges Pauly

Immer mehr Kinder in Deutschland werden in Kitas oder bei Tagesmüttern und Tagesvätern betreut. Zum Stichtag 1. März 2018 waren es 789.600 Kinder unter drei Jahren. Das sind 27.200 mehr Kinder als im Vorjahr.

Die Betreuungsquote lag bei den unter Dreijährigen im März 2018 bei 33,6 Prozent (2017: 33,1 Prozent). Dass sich die Betreuungsquote trotz der steigenden Zahl betreuter Kinder nur leicht erhöht hat, liegt vor allem an der steigenden Zahl von Kindern unter drei Jahren. Elternbefragungen zeigen zudem, dass die Betreuungswünsche weiter steigen: Rund 45 Prozent der Eltern von unter Dreijährigen äußern einen Betreuungsbedarf.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Immer mehr Kinder unter drei Jahren besuchen eine Kita, eine Tagesmutter oder einen Tagesvater. Allein die Zahl der betreuten Kinder unter Drei hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt - auch durch die Unterstützung des Bundes. Darüber freue ich mich sehr, denn es ist meine Überzeugung, dass jedes Kind in unserem Land die gleichen Chancen auf gute Kinderbetreuung haben muss. Auch wenn sich die Zahlen in den vergangenen Jahren positiv entwickelt haben, gibt es noch viel zu tun. Wir werden in unseren Anstrengungen nicht nachlassen und finanzieren bis 2020 weitere 100.000 Kita-Plätze aus Mitteln des Bundes. Wichtig ist, dass auch Länder und Kommunen weiterhin ihren Anteil beitragen, dass wir gemeinsam den Ausbau vorantreiben können."

Um flächendeckend mehr Plätze zu schaffen und gleichzeitig die Qualität der Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern, hat das Bundesfamilienministerium mehrere Initiativen gestartet:

  • Mit dem vierten Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" stellt der Bund den Ländern und Kommunen bis 2020 insgesamt 1,126 Milliarden Euro zur Verfügung. Hierdurch können bis zu 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen werden. In den letzten zehn Jahren konnten bereits 400.000 Kita-Plätze durch die Finanzierung des Bundes geschaffen werden.
  • Mit dem "Gute-KiTa-Gesetz" investiert der Bund zukünftig auch in die Qualität der Kindertagesbetreuung - unter anderem in gute Betreuungsschlüssel, qualifizierte Fachkräfte, kindgerechte Räume und sprachliche Bildung. Gleichzeitig sollen Familien bei den Elternbeiträgen entlastet werden. Das Ziel: mehr Qualität und mehr Teilhabe durch geringere Gebühren. Denn gute Kitas dürfen kein Privileg wohlhabender Familien sein. Bis 2022 stellt der Bund den Ländern deshalb 5,5 Milliarden Euro für die Qualitätsentwicklung zur Verfügung.
  • Da gute Kitas Fachkräfte benötigen, trägt das Bundesfamilienministerium mit einer bundesweiten Fachkräfteoffensive dazu bei, den Fachkräftebedarf zu decken. Denn nur mit ausreichend Erzieherinnen und Erziehern können mehr Betreuungsplätze und bessere Qualität umgesetzt werden. Auch über das Kitaalter hinaus sind bedarfsgerechte Betreuungsmöglichkeiten wichtig. Deshalb stellt der Bund für Investitionen in den Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in dieser Legislaturperiode zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

Interaktive Grafiken zu den Betreuungszahlen in Deutschland und den Bundesländern sind auf der Website Frühe Chancen abrufbar.