Frewilligendienste

Integration von benachteiligten Jugendlichen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund im FSJ/FÖJ

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend möchte für alle jungen Menschen gleiche Zugangschancen zum freiwilligen Engagement schaffen und ihnen so abseits der formalen schulischen Bildung eine berufliche Orientierung und den Erwerb wichtiger Kompetenzen für Ausbildung und Beruf ermöglichen.

Modellprogramm "Freiwilligendienste machen kompetent" 

Das Modellprogramm "Freiwilligendienste machen kompetent", das von 2007 bis 2010 durch das Bundesfamilienministerium gefördert wurde, hat genau an diesem Punkt angesetzt. Im Rahmen eines Freiwilligendienstes sollten die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit von jungen Menschen mit niedrigem Schulabschluss und ohne Ausbildungsplatz sowie mit besonderem Förderbedarf erhöht werden. Das stärkt Ausbildungs- und Berufschancen und fördert soziale und berufliche Integration.

Das Programm ist wissenschaftlich evaluiert worden. Aufgabe der Evaluation des Bundesprogramms "Freiwilligendienste machen kompetent" war es, die Implementierung, die praktische Umsetzung und die Wirkungen des Programms aus einer konzept-, struktur-, prozess-, ergebnis- und teilnehmerbezogenen Perspektive zu untersuchen. Auf dieser Basis sollten fachliche Bewertungen und Empfehlungen für die programmimmanente Steuerung und konzeptionelle Weiterentwicklung sowie die politische Steuerung geleistet werden.

Der Endbericht zur Evaluation enthält eine umfassende Betrachtung der Ergebnisse und Wirkungen des Bundesprogramms "Freiwilligendienste machen kompetent" und sich daraus ergebender Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen zur Beteiligung von (bildungs- ) benachteiligten Jugendlichen an Freiwilligendiensten und einer entsprechenden Weiterentwicklung der Freiwilligendienste.

Modellprojekt "Qualifizierung von Migrantenorganisationen als Träger von Freiwilligendiensten"

Ebenso hat es sich das Modellprojekt "Qualifizierung von Migrantenorganisationen als Träger von Freiwilligendiensten", das von 2008 bis 2011 durch das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit dem Land Berlin gefördert wurde, zur Aufgabe gemacht die Teilnahme junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Jugendfreiwilligendiensten zu verstärken.

Ziele des Projektes waren die gleichberechtigte Partizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Jugendfreiwilligendiensten sowie die Qualifizierung von Migrantenorganisationen zu Trägern für die Jugendfreiwilligendienste. Außerdem wurde der Aufbau von Freiwilligendiensten in Trägerschaft von Migrantenorganisationen unterstützt.

Das Projekt hat viele wertvolle Erkenntnisse, zum Beispiel im Hinblick auf die Gewinnung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die Jugendfreiwilligendienste ergeben. Die Ergebnisse des Modellprojektes wurden in einem Handbuch zusammengefasst.

Nach Auslaufen des Modellprojektes ist es gelungen, die beteiligten Migrantenorganisationen als Träger von Freiwilligendiensten dauerhaft zu etablieren. Außerdem ermöglicht das Bundesfamilienministerium über die neuen Förderrichtlinien Jugendfreiwilligendienste (RL-JFD) eine zusätzliche Förderung der pädagogischen Begleitung von Jugendlichen mit besonderen Förderbedarfen und trägt somit dazu bei, die Jugendfreiwilligendienste für diese Zielgruppe zu öffnen.

Die Servicestelle Jugendfreiwilligendienste beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) berät gerne zum Themenbereich.