Demografischer Wandel

Demografiewerkstatt Kommunen - Kommunen demografiefest machen

Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft: Sie wird älter und bunter. Das hat Auswirkungen auf fast alle Politikbereiche. Besonders spürbar ist dieser Prozess in den Kommunen - in den Städten, Landkreisen und Gemeinden.

Dabei sind die Kommunen im Zeitverlauf ganz unterschiedlich stark betroffen, so dass es auf kommunaler Ebene einer individuell abgestimmten Gesamtstrategie bedarf. Das Projekt Demografiewerkstatt Kommunen (DWK) setzt genau da an. Jede Kommune wird dabei einzeln mit all ihren Facetten sowie ihren politischen und administrativen Prozessen betrachtet.

2016 wurden gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden die Kreise Dithmarschen in Schleswig-Holstein und Düren in Nordrhein-Westfalen, der Landkreis Emsland mit der Gemeinde Vrees in Niedersachsen sowie der Regionalverband Saarbrücken ausgewählt. Weiterhin wurden die Städte Riesa und Adorf/Vogtland in Sachsen, Grabow in Mecklenburg-Vorpommern sowie Dortmund in Nordrhein-Westfalen zur Teilnahme im Projekt ausgewählt. Die Landkreise Havelland in Brandenburg und Ludwigslust/Parchim in Mecklenburg Vorpommern haben sich ebenfalls dem Projekt angeschlossen, genauso wie Bamberg in Bayern und Romrod in Hessen.

Ziel der DWK ist, Kommunen demografiefest zu machen. Dabei geht es darum, auf die verschiedenen Herausforderungen des demografischen Wandels entsprechend zu reagieren. Jede einzelne Kommune wird dabei gesondert angeschaut. Dadurch können die im Projektverlauf zu entwickelnden Prozesse hin zu einer demografiefesten Kommune als Vorbild für andere, vergleichbare Kommunen gelten.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden die ausgewählten Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort durch externe Beratungsteams begleitet und bedarfsgerecht unterstützt. Konkrete Projekte sollen dabei angestoßen werden, bereits vorhandene Initiativen werden einbezogen und sinnvoll miteinander vernetzt.

Wichtig ist, dass sich am Ende des Projekts Strukturen und Prozesse langfristig etabliert haben und diese übertragbar für weitere Kommunen mit gleichartigen Herausforderungen sind. Im Einzelnen soll erreicht werden, dass

  • sich in den Kommunen nach der fünfjährigen Beratungs- und Unterstützungszeit Handlungsansätze und ein methodischer "Werkzeugkoffer" entwickelt haben, die für andere Kommunen anwendbar sind.
  • sich die Selbständigkeit und Eigeninitiative der Menschen bis ins hohe Alter verbessert und die Teilhabe und Potentialentfaltung der Jugend verstärkt hat sowie die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert und dies auch weiterhin als politische Aufgabe verfolgt wird.
  • Vielfalt als selbstverständliche Querschnittsaufgabe verstanden wird.
  • die gewonnenen Erfahrungen ausgewertet und aufbereitet werden, damit sie in die Demografiestrategie einfließen können. Die Erkenntnisse helfen nicht nur den Kommunen selbst, sondern können auch anderen Ländern und dem Bund als Orientierung dienen.