Datenbank Arbeitskultur

Datenbank "Kultur der Arbeit(szeit)"

Im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung hat sich die Arbeitsgruppe "Gute Partnerschaft für starke Familien" mit den beiden Handlungsfeldern "Kultur der Arbeit(szeit)" und "Kultur der Infrastruktur" beschäftigt. Ein Ergebnis der Arbeitsgruppe ist für jedes Handlungsfeld eine Zusammenstellung guter Beispiele.

Das Erwerbsverhalten von Müttern hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Mütter sind häufiger erwerbstätig und kehren früher in den Beruf zurück, mehrheitlich jedoch in Teilzeit. Viele Väter wünschen sich mehr Zeit für die Familie und kürzere Arbeitszeiten, bleiben tatsächlich aber häufig in der Vollzeiterwerbstätigkeit mit Überstunden. Für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht es gute Rahmenbedingungen und auch Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die Eltern die notwendige Flexibilität (zum Beispiel bezüglich der Arbeitszeiten) ermöglichen können.

Die Datenbank umfasst praxisnahe gute Beispiele aus der Arbeits- und Unternehmenswelt, die eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Sie richtet sich insbesondere an kleinere und mittlere Unternehmen, die die Vereinbarkeit, insbesondere auch für Väter, weiter ausbauen wollen.

accessibility

  • Rahmenarbeitszeiten, größtenteils ohne Anwesenheitspflicht zu bestimmten Zeiten, Zeitkonto mit Möglichkeiten des ganztägigen Freizeitausgleichs

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bis zum 7. Lebensjahr des Kindes die Möglichkeit, befristet in Teilzeit zu arbeiten, um danach wieder in ihre bisherige Arbeitszeit zurückzukehren.

  • Die Beschäftigten können die Lage ihrer Arbeitszeit im Rahmen der Arbeitsschutzregelungen individuell bestimmen. Es gibt weder feste Arbeitszeiten noch Gleitzeit, sondern es ergeben sich in der Regel Gewohnheitsarbeitszeiten. Um die Zusammenarbeit im Team zu gewährleisten, werden Abweichungen, zum Beispiel freie Tage, rechtzeitig im Terminkalender eingetragen. Der AG verzichtet auf die Aufzeichung der Arbeitszeit. Die Beschäftigten sorgen selbst dafür, dass sie die vereinbarte Arbeitszeit ...

  • Eltern können das Eltern-Kind-Zimmer mit ihren Kindern nutzen, wenn die Betreuung der Kinder nicht gewährleistet ist.

  • Nutzung des kinder- und elterngerecht gestalteten Zimmers in Situationen, in denen die Eltern keine andere Möglichkeit der Unterbringung des Kindes haben.

  • Dienstplan-Erstellung zwei Wochen im Voraus

  • Kernarbeitszeit liegt zwischen 9.30 - 12.00 - Arbeitsbeginn und -ende legt jede/r selbst fest, wie es mit Familienaufgaben passt. Studierende bekommen finanzielle Unterstützung für eine Kinderbetreuung, wenn Veranstaltungen außerhalb der Kita-Öffnungszeiten liegen. Eltern-Kind-Zimmer zum Stillen, Wickeln und Arbeiten auf dem Campus, Extrabereich für Besucher mit Kind in der Bibliothek.

  • Bei unerwartet auftretenden Problemfällen in den Familien (zum Beispiel Krankheit Kinder, Pflege u.a.) halten die Mitarbeiter Rücksprache mit dem jeweiligen Team hinsichtlich Freistellung, späteren Beginn o.a. Verständnis für solche Problemfälle ist Bestandteil der Unternehmenskultur und durchweg vorhanden.

  • Seit Jahren gibt es das Modell einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung ohne Kernarbeitszeit (d.h. ohne Anwesenheitspflicht zu bestimmten Zeiten). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich in einem Zeitrahmen von 6:30 Uhr – 20:00 Uhr frei zu verteilen. Die Mitarbeiter können unter Berücksichtigung der dienstlichen Belange zu Lasten des eigenen Zeitkontos nach vorheriger Abstimmung im Arbeitsbereich und Unterrichtung der Führungskraft mehrtägig, ohne Urlaub ...

  • Die REWE Markt GmbH hat im Jahr 2015 - neben bereits sieben zertifizierten Verwaltungs- und drei Logistikstandorten - insgesamt knapp 2.500 REWE Märkte in das audit berufundfamilie integriert. REWE ist in sechs Regionen unterteilt. An einem regionalen Standort wurde zum Beispiel das Generationennetzwerk in Form eines Vereins ins Leben gerufen. Dort engagieren sich Beschäftigte und ehemalige Mitarbeiter und sind füreinander da. Das soziale Netz wird Knoten für Knoten geknüpft durch ...