Gute Partnerschaften für starke Familien

Demografiestrategie

Arbeitsgruppe "Gute Partnerschaften für starke Familien"

In der Arbeitsgruppe "Gute Partnerschaften für starke Familien", die sich am 30. Oktober 2014 konstituierte, standen die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und deren demografische Relevanz im Mittelpunkt. Ziel der Arbeitsgruppe war es, konkrete Beiträge der Gestaltungspartner für eine verbesserte partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf in verschiedenen Handlungsfeldern zu erarbeiten.

Die Arbeitsgruppe hat sich auf zwei Handlungsfelder verständigt, die zentral für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind:

Kultur der Arbeit(szeit)

Das Erwerbsverhalten von Müttern hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Mütter sind häufiger erwerbstätig und kehren früher in den Beruf zurück, mehrheitlich jedoch in Teilzeit. Viele Väter wünschen sich mehr Zeit für die Familie und kürzere Arbeitszeiten, bleiben tatsächlich aber häufig in der Vollzeiterwerbstätigkeit mit Überstunden. Für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht es gute Rahmenbedingungen und auch Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die Eltern die notwendige Flexibilität (zum Beispiel bezüglich der Arbeitszeiten) ermöglichen können.

Von der Arbeitsgruppe wurde im Rahmen dieses Handlungsfeldes die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in kleinen und mittleren Unternehmen und für Väter besonders in den Fokus gerückt.

Kultur der Infrastrukturen

Eine bedarfsgerechte und verlässliche Betreuung ist zentral für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit. Der Ausbau der Kindertagesbetreuung hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht und wird fortgesetzt. Viele Eltern stehen täglich vor der Herausforderung, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Eltern brauchen deshalb bedarfsgerechte und flexible Angebote der Kinderbetreuung in guter Qualität. Wochenend-, Feiertags- und Schichtarbeit können die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschweren. Insbesondere Eltern, die beide außerhalb der üblichen Arbeitszeit beschäftigt sind, und Alleinerziehende brauchen gegebenenfalls besondere Unterstützungsangebote.

Von der Arbeitsgruppe wurde im Rahmen dieses Handlungsfeldes der Schwerpunkt auf Kinderbetreuungsangebote außerhalb oder zusätzlich zu den üblichen Kernbetreuungszeiten von Kindertagesstätten und Kindertagespflege gelegt.

Um die Anliegen und Erfahrungen möglichst vieler relevanter gesellschaftlicher Akteure in den Arbeitsprozess einzubeziehen, wurde die AG-Arbeit durch zwei "Begleitende Dialoge" mit weiteren Beteiligten unterstützt. Die Ergebnisse und Anregungen sind in den AG-Arbeitsprozess eingeflossen.

Als Abschluss des Arbeitsprozesses der AG wurden die Ergebnisse auf dem Demografiegipfel am 16. März 2017 vorgestellt.