Corona-Pandemie Überbrückungshilfen

Um die Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu sichern, die durch die Covid-19-Pandemie einen Umsatzausfall haben, ist ein Bundesprogramm für Überbrückungshilfen aufgelegt worden. Dieses Überbrückungsgeld knüpft an die Soforthilfen an und hat ein Volumen von insgesamt 25 Milliarden Euro.

Antragsberechtigt  sind auch gemeinnützige Unternehmen und Organisationen unabhängig von ihrer Rechtsform. Dazu gehören Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Familienerholungsstätten. Auch Jugendverbände und Träger der politischen, kulturellen und sportlichen Kinder- und Jugendarbeit können Anträge stellen. Die Träger erhalten für Corona-bedingte Verluste im Zeitraum Juni bis August 2020 je nach Umsatzeinbruch gestaffelt bis zu 80 Prozent der monatlichen Fixkosten erstattet. Voraussetzung ist, das der Umsatz bereits in den Monaten April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen ist. Die Höchstsumme beträgt 150.000 Euro pro Betriebsstätte. 

Weitere Informationen zu den Überbrückungshilfen bietet eine Website des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort kann der Antrag auch digital gestellt werden. Dazu ist die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer erforderlich. Die Antragsbearbeitung erfolgt durch die zuständigen Stellen der einzelnen Bundesländer. 

Anschlussprogramm für die Kinder- und Jugendhilfe

Da viele gemeinnützigen Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe den Betrieb erst nach und nach und mit Einschränkungen wieder aufnehmen können, werden sich die Liquiditätsengpässe auch noch über den Sommer 2020 hinziehen. Deshalb hat der Deutsche Bundestag am 2. Juli beschlossen, weitere 100 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung zu stellen, um den Fortbestand der betreffenden Organisationen zu ermöglichen. Die Zuschüsse schließen zeitlich an die Überbrückungshilfen an und können ab September beantragt werden. Die konkrete Ausgestaltung der Programmrichtlinien wird mit Hochdruck erarbeitet.

Mit den beschlossenen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche auch in Zukunft Ferienfreizeiten, Klassenfahrten und günstige Familienurlaube erleben und internationale Erfahrungen machen können.