Corona-Pandemie Überbrückungshilfen

Um die Existenz von Unternehmen zu sichern, die durch die Covid-19-Pandemie einen Umsatzausfall haben, ist ein Bundesprogramm für Überbrückungshilfen aufgelegt worden. Antragsberechtigt sind auch gemeinnützige Unternehmen und Organisationen unabhängig von ihrer Rechtsform. Dazu gehören Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Familienerholungsstätten. Auch Jugendverbände und Träger der politischen, kulturellen und sportlichen Kinder- und Jugendarbeit können Anträge stellen.

Überbrückunsghilfen III

Vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 läuft die dritte Phase der Überbrückungshilfen. Förderfähig sind fortlaufende, vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte Fixkosten, zum Beispiel Miet- und Pachtkosten, Ausgaben für Strom, Wasser, Heizung und Versicherungen oder Lizenzgebühren.

Geltend gemacht werden können auch die Kosten für bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten in Höhe von bis zu 20.000 Euro im Monat sowie Digitalinvestitionen in Höhe von einmalig 20.000 Euro.

Antragsberechtigt sind Unternehmen und gemeinnützige Organisationen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen.

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von über 70 Prozent,
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 50 bis 70 Prozent,
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 30 bis 50 Prozent.

Die monatliche Förderhöchstgrenze beträgt 1,5 Millionen Euro pro Monat beziehungsweise maximal vier Millionen Euro Gesamtförderung. 

Neustarthilfe für Solo-Selbstständige

Solo-Selbständige, die keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, können eine einmalige Betriebskostenpauschale ("Neustarthilfe") ansetzen. Die Betriebskostenpauschale beträgt in der Regel 25 Prozent des Jahresumsatzes von 2019 und maximal 7.500 Euro.

Antragstellung

Weitere Informationen bietet eine Website des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort kann der Antrag auch digital gestellt werden. Dazu ist die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin, einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüferin oder einem vereidigten Buchprüfer oder eine Buchprüferin erforderlich. Die Antragsbearbeitung erfolgt durch die zuständigen Stellen der einzelnen Bundesländer.