Corona-Pandemie Überbrückungshilfen

Um die Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu sichern, die durch die Covid-19-Pandemie einen Umsatzausfall haben, ist ein Bundesprogramm für Überbrückungshilfen aufgelegt worden. Antragsberechtigt sind auch gemeinnützige Unternehmen und Organisationen unabhängig von ihrer Rechtsform. Dazu gehören Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Familienerholungsstätten. Auch Jugendverbände und Träger der politischen, kulturellen und sportlichen Kinder- und Jugendarbeit können Anträge stellen.

Überbrückunsghilfen II

In der zweiten Phase können Corona-Überbrückungshilfen für maximal vier Monate (September, Oktober, November und Dezember 2020) beantragt werden. Förderfähig sind fortlaufende, vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte Fixkosten, zum Beispiel Mietkosten, Ausgaben für Strom, Wasser, Heizung und Versicherungen oder Lizenzgebühren. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von über 70 Prozent,
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 50 bis 70 Prozent,
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 30 bis 50 Prozent.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat.

Antragsberechtigt sind nur Unternehmen, die bereits in den Monaten April bis August einen Umsatzbruch im Vergleich zum Vorjahresmonat von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt hatten. Für November und Dezember sind auch Unternehmen antragsberechtigt, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur November- beziehungsweise Dezemberhilfe hatten. 

Überbrückungshilfen III

Die dritte Phase der Überbrückungshilfen läuft vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021. Die bisherigen Konditionen werden im Wesentlichen fortgeführt. Voraussetzung für die Gewährung von Hilfen ist

  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten
  • oder ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Förderhöchstbetrag pro Monat wird von 50.000 Euro auf 200.000 Euro erhöht. Gleichzeitig entfällt die Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen: nunmehr können Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis 500 Millionen Euro die Überbrückungshilfen erhalten.

Künftig können auch Kosten für bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten in Höhe von bis zu 20.000 Euro geltend gemacht werden. 

Antragstellung

Weitere Informationen bietet eine Website des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort kann der Antrag auch digital gestellt werden. Dazu ist die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer erforderlich. Die Antragsbearbeitung erfolgt durch die zuständigen Stellen der einzelnen Bundesländer.