Corona-Pandemie

Überbrückungshilfen

Um die Existenz von Unternehmen zu sichern, die durch die Covid-19-Pandemie einen Umsatzausfall haben, hat die Bundesregierung ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt, das mehrfach verlängert und ausgeweitet wurde. Antragsberechtigt sind auch gemeinnützige Unternehmen und Organisationen unabhängig von ihrer Rechtsform. Dazu gehören Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Familienerholungsstätten. Auch Jugendverbände und Träger der politischen, kulturellen und sportlichen Kinder- und Jugendarbeit können Anträge stellen.

Überbrückungshilfe III Plus

Für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 kann die Überbrückungshilfe III Plus beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Umsatz um mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 zurückgegangen sein. Die Überbrückungshilfe dient dazu, die betrieblichen Fixkosten zu decken. Dazu gehören zum Beispiel Kosten für Miete, Pacht, Strom, Wasser, Versicherungen oder Lizenzgebühren für IT-Programme. Förderfähig sind auch bauliche Modernisierungsmaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Investitionen in die Digitalisierung.

Erstattet werden:

  • bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent bis 50 Prozent Umsatzeinbruch 

Überbrückungshilfe IV

Ab 2022 werden die Überbrückungshilfen III Plus im Wesentlichen als Überbrückungshilfen IV bis zum 31. März 2022 fortgeführt. Der maximale Fördersatz der förderfähigen Fixkosten beträgt 90 Prozent. Modernisierungs- oder Renovierungsausgaben werden nicht mehr förderfähig sein. Neu ist ein Eigenkapitalzuschuss für besonders schwer von Schließungen betroffene Unternehmen. 

Antragstellung

Anträge für die Überbrückungshilfen können nur durch prüfende Dritte gestellt werden, zum Beispiel Steuerberaterinnen und -berater oder Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfen III Plus endet am 31. März 2022.

Weitere Informationen bietet eine Website des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort kann der Antrag digital gestellt werden. Die Antragsbearbeitung erfolgt durch die zuständigen Stellen der einzelnen Bundesländer.