Corona-Pandemie Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit

Eine Gruppe beim Wandern in der Natur
Neues Sonderprogramm unterstützt Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung sowie der Kinder- und Jugendarbeit © iStock/VMJones

Mit einem "Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit" werden 100 Millionen Euro für Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung und der Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich bereitgestellt, die wegen der Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende Notlage geraten sind. Das Sonderprogramm hat der Deutsche Bundestag mit dem Zweiten Nachtragshaushalt 2020 eingesetzt.

Gemeinnützigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung sowie der Kinder- und Jugendarbeit  können ihren Betrieb erst nach und nach wieder aufnehmen und sehen sich mit erheblichen Einnahmeausfällen konfrontiert. Durch die betrieblichen Einschränkungen, auf die sich Bund und Länder am 16. März 2020 verständigt hatten, waren die Einrichtungen von Beginn an von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Seit März waren außerschulische Bildungsangebote und Übernachtungen in den dazugehörigen Beherbergungseinrichtungen verboten oder nur sehr eingeschränkt möglich. Auch weiterhin sind Gruppen- oder Klassenfahrten sowie langfristige internationale Jugendaustausche - wenn überhaupt - nur in geringem Umfang möglich. Gleichzeitig laufen aber die Fixkosten für den Betrieb der Einrichtungen weiter.

Sonderprogramm besteht aus zwei Teilen

Mit dem nun aufgelegten Sonderprogramm werden Liquiditätsengpässe bei gemeinnützigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung sowie Kinder- und Jugendarbeit überwunden. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Im Teil A des Sonderprogramms werden die Regelungen für die Zuschüsse für Einrichtungen im Bereich der Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit mit Übernachtungsangeboten getroffen und im Teil B für den langfristigen internationalen Jugendaustausch. 

Teil A

  • Die Hilfen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen in Höhe von bis zu 90 Prozent des dargelegten Liquiditätsengpasses zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. Dezember 2020 und maximal 400 Euro pro Bett gewährt.
  • Die Antragstellung erfolgt bei Dachorganisationen in den jeweiligen Handlungsfeldern, die als Zentralstellen umfassend bei der Umsetzung des Sonderprogrammes agieren.
  • Anträge können bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Die Antragsformulare sind auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums abrufbar. 
  • Teil A des Sonderprogramms läuft bis Ende 2020.
  • Weitere Fragen zu den Modalitäten des Sonderprogramms - Teil A beantwortet diese Übersicht.

Teil B

  • Die Hilfen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen in Höhe von bis zu 90 Prozent des dargelegten Liquiditätsengpasses zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. August 2021 gewährt.
  • Die Antragstellung erfolgt bei genannten Zentralstellen oder - sofern keine Zentralstellenzugehörigkeit vorliegt - direkt bei der Sozialbehörde Hamburg.
  • Anträge sind für das jeweilige Förderjahr zu stellen. Die Antragsformulare werden in Kürze auf den Internetseiten des Bundesfamilienministeriums und der Sozialbehörde Hamburg abrufbar sein.
  • Teil B des Sonderprogramms läuft bis 31. August 2021.