Corona-Pandemie

Darlehen für gemeinnützige Organisationen

Die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen der Wohlfahrtspflege und der Kinder- und Jugendhilfe sind ein wichtiger Teil der Sozial- und Bildungslandschaft in Deutschland. Viele Einrichtungen haben unter den Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie gelitten und verzeichneten in dieser Zeit Umsatzeinbußen.

Bund stellt eine Milliarde Euro für Kredite bereit

Um die Länder in deren Maßnahmen zur Stabilisierung gemeinnütziger Organisationen effektiv zu unterstützen, hat der Bund das KfW-Sonderprogramm "Globaldarlehen an Landesförderinstitute für gemeinnützige Organisationen" aufgelegt und dafür eine Milliarde Euro bereitgestellt. Die Bundesmittel allein sollten eine 80-prozentige Haftungsfreistellung der zu fördernden Maßnahmen der landeseigenen Förderinstitute (LFI) gestatten. Damit konnten die Länder mit überschaubaren Eigenmitteln eine Haftungsfreistellung bis zu 100 Prozent zugunsten gemeinnütziger Organisationen ermöglichen.

Das Programm konnte gemeinnützigen Organisationen helfen, kurzfristig und zu günstigen Bedingungen dringend benötigte Liquidität zu erhalten. Möglich war aber auch die Förderung von Investitionen.

Günstige Bedingungen

Ziel war eine schnelle Kreditvergabe an gemeinnützige Organisationen ohne Besicherung und ohne eigene Risikoprüfung zu sehr günstigen Konditionen (maximal 1,5 Prozent per annum). Ermöglicht wurden auch tilgungsfreie Anfangsjahre, eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren und Stundungen, Vergleiche und Erlasse im Rahmen rechtlicher Vorgaben. Der Höchstbetrag lag bei 2,3 Millionen Euro.

Antragstellung

Bis April 2022 konnten gemeinnützige Organisationen in mehreren Bundesländern entsprechende Anträge bei den landeseigenen Förderbanken stellen. Allgemeine Informationen zum Programm bietet auch die Website der KfW.