Aufholen nach Corona

Förderprogramm "ZukunftsMUT" für Kinder, Jugendliche und Familien

Mit dem Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" werden deutschlandweit Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien geschaffen, um sich zu begegnen, gemeinsam Neues zu entdecken und ihre Welt nach der Pandemie neu zu erleben. Dafür bringt das Bundesfamilienministerium eine Vielzahl unterschiedlicher Kooperationspartnerinnen und -partner zusammen.

Auch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ist Teil des Aufholpakets und erhält zusätzlich 30 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022. Mit dem Förderprogramm "ZukunftsMUT" will die Stiftung gezielt das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien stärken - für eine unbeschwertere Zukunft.

Was sind die Ziele des Förderprogramms "ZukunftsMUT"?

Das Förderprogramm verfolgt folgende Ziele:

  1. Die Stärkung bürgerschaftlicher Aktivitäten vor Ort, die Kinder, Jugendliche und Familien durch freiwilliges Engagement adressieren - insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Räumen.
  2. Die Stärkung von innovativen Bildungs-, Gesundheits-, Lern- und Freizeitangeboten für Kinder, Jugendliche sowie deren Familien in der Stadt und auf dem Land.
  3. Das Aufholen pandemiebedingter Rückstände.
  4. Die größere Verbreitung von bereits regional erprobten Lösungsansätzen sozialer Innovationen.

Wie viele finanzielle Mittel stehen zur Verfügung?

Für die Erreichung der Ziele stehen der Stiftung zusätzlich insgesamt 30 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 zur Verfügung.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte für junge Menschen und Familien in folgenden drei Handlungsfeldern:

A) Projekte in strukturschwachen und ländlichen Räumen mit bis zu 15.000 Euro.
Das können zum Beispiel Maßnahmen zum Aufbau- und Ausbau sowie zur Fortentwicklung der Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sein, Qualifizierungs- und Beratungsleistungen, Anerkennungsformate und Kommunikationsmaßnahmen.

B) Innovative Bildungs-, Gesundheits-, Lern- und Freizeitangebote mit bis zu 15.000 Euro.
Damit können beispielsweise niedrigschwellige, lokale Beteiligungsangebote umgesetzt sowie neue Lern- und Freizeitangebote vor Ort geschaffen werden - als Ersatz für pandemiebedingte Ausfälle in den Bereichen Bewegung und Bildung.

C) Verbreitung sozialer Innovationen mit nachgewiesener Wirkung in Handlungsfeld A oder B mit bis zu 150.000 Euro.
Dazu gehören die Erweiterung des Angebots mittels Digitalisierung, die Anpassung des Angebots auf neue Zielgruppen oder die Ausweitung auf neue Standorte.

Wie viel Förderung kann beantragt werden?

Für die Handlungsfelder A und B können Förderungen bis zu maximal 15.000 Euro beantragt werden. Der mitzubringende Eigenanteil ist dabei gestaffelt: zehn Prozent (500 Euro) bis 5000 Euro, 20 Prozent (2000 Euro) bis zu 10.000 Euro und 30 Prozent (4500 Euro) bis 15.000 Euro.

Für das Handlungsfeld C können Förderungen bis zu maximal 150.000 Euro beantragt werden. Der mitzubringende Eigenanteil ist dabei gestaffelt: zehn Prozent (5000 Euro) bis 50.000 Euro, 20 Prozent (20.000 Euro) bis 100.000 Euro und 30 Prozent (45.000 Euro) bis 150.000 Euro.

Das Förderprogramm wird drei Handlungsfelder beinhalten, die sowohl dem Stiftungszweck der Engagementstiftung entsprechen als auch den Zielen des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche".

Personalkosten sowie Honorare und Entgelte - insbesondere für Kommunikationsmaßnahmen, Programmierung, Design und Beratung - für die beantragten Maßnahmen sind nur im Handlungsfeld C förderfähig, wenn diese dem Ziel dienen, interne Prozesse und die Kommunikation mit Engagierten und Nutzerinnen und Nutzern der Angebote zu verbessern. Aber auch, um neue Engagierte zu gewinnen und neue Standorte aufzubauen.

Wie lang ist die Laufzeit bei bewilligten Projekten?

Im Handlungsfeld A und B müssen die Projekte jeweils am Ende des Jahres abgeschlossen sein, also:

  • im Jahr 2021 bis zum 31. Dezember 2021,
  • im Jahr 2022 bis zum 31. Dezember 2022.

Zudem müssen die Mittel aus Zuwendungen der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt bis spätestens zum 15. November eines jeden Jahres abgerufen werden.

Im Handlungsfeld C dagegen müssen die Projekte bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein.

Wer ist antragsberechtigt?

Gemeinnützige, vorrangig ehrenamtlich getragene Organisationen und Vereine (nach den §§ 51 ff. Abgabenordnung) können Anträge bei der Stiftung einreichen. Nicht antragsberechtigt sind Parteien, Gebietskörperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Wo und bis wann kann ich mich bewerben?

Anträge können über das digitale Antragssystem der Stiftung gestellt werden. Die Antragsfrist für die Handlungsfelder A und B endet am 30. September 2021. Die Antragsfrist für das Handlungsfeld C endet am 15. September 2021.

Gibt es eine Beratung zur Antragsstellung?

Die Stiftung informiert am 6. September ab 17 Uhr in einer Online-Veranstaltung über die aktuelle Förderrunde. Die Anmeldung ist über die Website möglich. Weitere Fragen beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung unter der Telefonnummer 03981 217 4300.

Die Förderrichtlinie kann hier eingesehen werden.