Demenz Lokale Allianzen für Demenz

Menschen mit Demenz möchten so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld bleiben. In Deutschland leben etwa zwei Drittel aller Demenzerkrankten in privaten Haushalten. Sie werden überwiegend von Angehörigen, Freunden und Nachbarn betreut und gepflegt, teilweise mit Unterstützung von professionellen, aber auch von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. 

Damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen Teil unserer Gesellschaft bleiben und auf angepasste Hilfs- und Unterstützungssysteme zurückgreifen können, wurde die Gründung der Lokalen Allianzen für Demenz für Menschen mit Demenz in ganz Deutschland durch die Bundesregierung gefördert. Das entsprechende Bundesprogramm lief von 2012 bis 2016.

Seit Oktober 2018 werden die 500 Lokalen Allianzen in ihrer Arbeit durch eine Netzwerkstelle bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) unterstützt und begleitet.

Menschen mit Demenz vor Ort besser unterstützen

2020 werden im Bundesprogramm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" fünf neue Förderwellen gestartet. Weitere 150 Netzwerke sollen dort gefördert werden, wo es noch an Strukturen zur Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen fehlt.

Die einzelnen Netzwerke vor Ort sind unterschiedlich aufgebaut. Mit dem Ziel aktive und lebendige Netzwerke zu etablieren und dabei auf vorhandene Strukturen vor Ort zurückzugreifen beteiligen sich Kommunen, Vereine, Kirchen, Gemeinden, Mehrgenerationenhäuser, aber auch Krankenhäuser, Arztpraxen oder kulturelle Einrichtungen vor Ort. Auch Unternehmen, Seniorinnen- und Seniorenbüros und Selbsthilfeorganisationen sind häufig Teil der Lokalen Allianzen.