Demenz: Lebensqualität verbessern und Pflegende unterstützen

Eine alte Frau hält Schwarz-Weiß-Fotos in den Händen
1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt© Fotolia/Gabriele Rohde

In Deutschland leben gegenwärtig etwa 1,6 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind - davon sind allein zwei Drittel von der Alzheimer-Krankheit betroffen, die häufigste der rund 50 Erscheinungsformen von Demenz. Momentan erkranken in jedem Jahr etwa 300.000 Menschen an Demenz, wodurch Gesamtzahl an Menschen mit Demenz jährlich um ca. 40.000 zunimmt (Differenz Neuerkrankungen zu Sterbefällen). Schätzungen gehen von etwa 3 Millionen demenziell Erkrankten bis zum Jahr 2050 an Demenz aus. Trotz erheblicher Forschungsanstrengungen gibt es noch keinen Durchbruch in Prävention und Therapie.

Pflegende Angehörige entlasten

Erkrankte und ihre Angehörigen benötigen in besonderer Weise Hilfe und Unterstützung: Deshalb ist es notwendig,

  • Fachpersonal zu qualifizieren,
  • die Angehörigen bei Pflege und Betreuung zu unterstützen,
  • ehrenamtlich Engagierte zu gewinnen und zu befähigen, Netzwerke zu schaffen
  • und insbesondere die Versorgungsforschung voranzutreiben.

Vor allem müssen die entstehenden psychischen, physischen, finanziellen und sozialen Belastungen von pflegenden Angehörigen aufgefangen werden, denn zwei Drittel der Demenzerkrankten werden in der Familie betreut und versorgt. Eine Plattform hierfür bietet das Serviceportal Wegweiser Demenz: Es informiert, sensibilisiert und fördert das "Hilfewissen" in der Bevölkerung und bietet Erkrankten, Angehörigen, Ehrenamtlichen und hauptberuflich Pflegenden die Möglichkeit, sich zu vernetzen.

Ein selbstbestimmtes Leben fördern

Der Einsatz von sozialen Diensten, ambulanten Hilfen, aber auch die Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte kann helfen, den Familienalltag zu erleichtern und Menschen mit Demenz zu ermöglichen, den Alltag selbstständig zu bewältigen und solange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Es gilt, ein selbstbestimmtes Leben auch im Alter und mit Erkrankung oder Behinderung zu fördern und Wege dahin aufzuzeigen. Denn erhöht sich die Lebensqualität der Betroffenen, werden auch die Pflegenden entlastet.