Demenz

In Allianzen viel erreichen für Menschen mit Demenz

Ende 2018 haben das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium die Entwicklung einer Nationalen Demenzstrategie initiiert. Sie soll die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen weiter verbessern. Die Entwicklung knüpft an die Arbeit der Allianz für Menschen mit Demenz auf Bundesebene und der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz vor Ort an.

Die Allianz für Menschen mit Demenz will die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern und mehr Verständnis für die Krankheit und die Bedürfnisse der Erkrankten schaffen. Sie ist Teil des Wissens- und Hilfenetzwerkes für Menschen mit Demenz des Bundesfamilienministeriums.

Die Allianz wurde im September 2012 durch das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium auf Bundesebene gegründet. Neben verschiedene Ministerien sind Vertreter der Länder, Verbände und Organisationen wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz oder die Bundesärztekammer Mitglieder der Allianz.

Im September 2014 haben das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium die Agenda der Allianz für Menschen mit Demenz gestartet und so den Grundstein für eine nationale Demenzstrategie gelegt. Die Agenda definiert vier Handlungsfelder:

  • Wissenschaft und Forschung
  • Gesellschaftliche Verantwortung
  • Unterstützung von Menschen mit Demenz und deren Familien
  • Gestaltung des Unterstützungs- und Versorgungssystems

Im September 2017 wurde der Zwischenbericht zur Umsetzung der Agenda vorgelegt. Ein Jahr später folgte der Umsetzungsbericht, an die die Nationale Demenzstrategie anknüpfen soll.

Als eine zentrale Maßnahme der Agenda "Gemeinsam für Menschen mit Demenz" hat das Bundesfamilienministerium von 2012 bis 2018 den Aufbau von 500 Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz gefördert. Die Ziele dieses Bundesmodellprogramms lauteten:

  • Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung bieten
  • Betroffenen es ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld zu bleiben

Umgesetzt wurden die Ziele durch neue Netzwerke und das Angebot und die Vermittlung von Hilfe und Unterstützung vor Ort.

Die Nachhaltigkeit des Bundesmodellprogramm sichert die bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) angesiedelte Netzwerkstelle "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz". Sie unterstützt als Anlaufstelle die bestehenden Allianzen sowie Akteurinnen und Akteure, die neue lokale Netzwerke aufbauen wollen. Die Netzwerkstelle sorgt außerdem für einen Erfahrungsaustausch sowie für den Wissenstransfer nach außen. Parallel entsteht eine Wirkungsanalyse, die die Erfolgsfaktoren für die Netzwerkarbeit der Lokalen Allianzen untersucht.