Demografiewerkstatt Kommunen

Stefan Zierke besucht Modellkommune Adorf

Das Bild zeigt Stefan Zierke mit mehren Menschen vor einem Haus
Stefan Zierke (rechts) hat Adorf im Vogtland besucht und traf dort Bürgrmeister Rico Schmidt (Mitte) und weitere Akteurinnen und Akteure© BMFSFJ

Stefan Zierke, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesfamilienministerin, hat am 5. Oktober Adorf im Vogtland besucht. Die Stadt ist eine von insgesamt neun Modellkommunen, die seit 2016 beim Projekt "Demografiewerkstatt Kommunen" mitmacht. Bürgerinnen und Bürger beschäftigen sich dort anlässlich des Projekts mit der Frage: „Was können wir tun, um die Stadt Adorf lebendiger und lebenswerter zu gestalten?“ Besonders im Fokus steht, den Ärztemangel zu bekämpfen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Kommune für Jugendliche attraktiver zu machen.

Stefan Zierke:

"Ich bin beeindruckt, wie Adorfs Bürgermeister Rico Schmidt und sein Team die Chance beim Schopf gepackt haben, um die Folgen des demografischen Wandels zu gestalten. Das Projekt "Demografiewerkstatt Kommunen" hat mit seinem Beratungsangebot dafür passgenaue Lösungen für Adorf gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelt, damit die Menschen hier gerne wohnen bleiben und die Stadt attraktiv bleibt."

Perspektiven für eine lebenswerte Kleinstadt schaffen

Das Beispiel Adorf zeigt, dass der demografische Wandel auch Chancen eines Innovationprozesses bietet. Mit dem Verein "Kleinstadtperspektiven" haben junge und ältere Bürgerinnen und Bürger von Adorf ein Forum geschaffen, um gemeinschaftlich mit ehrenamtlichen Engagement Menschen zusammenzubringen und Initiativen anzustoßen.

Einer der Schwerpunkte der Stadt Adorf beim Projekt "Demografiewerkstatt Kommunen" ist die Sicherung der Zukunft der Ärzteversorgung. So soll das örtliche Ambulatorium als medizinische Anlaufstelle genutzt werden. Zudem ist geplant, die Fronfeste, das ehemalige Gefängnis der Stadt, zu einer Begegnungsstätte für Jung und Alt auszubauen.

"Demografiewerkstatt Kommunen"

Mit der "Demografiewerkstatt Kommunen" unterstützt das Bundesfamilienministerium neun ausgewählte Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren dabei, den demografischen Wandel zu gestalten. Diese werden bei der Umsetzung eines gemeinsam erarbeiteten Konzeptes ("Werkstattplan") begleitet. Ziel des Projekts ist es, in den Kommunen Handlungsansätze sowie einen methodischen "Werkzeugkoffer" zu entwickeln und die Ergebnisse auch auf andere Kommunen zu übertragen.

Das Projekt wird von der Deutschen Fernsehlotterie und den kommunalen Spitzenverbänden unterstützt. Weitere Projektpartner sind die Forschungsgesellschaft für Gerontologie / Institut für Gerontologie an der TU Dortmund (wissenschaftliche Begleitung) und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit (Geschäftsstelle DWK).