30 Jahre Mauerfall

Siegrid Guthmanns Geschichte

Interview mit Siegrid GuthmannBMFSFJ

Noch bevor die Mauer 1961 die Grenze zwischen Ost und West zementierte, verließ Siegrid Guthmann den deutschen Osten und ließ Eltern und Geschwister zurück. Während ihrer Besuche in der alten Heimat wurde Siegrid Guthmann im Laufe der Jahre klar: Die Menschen in Ost und West leben auf zwei Schienen. "Vom Zug aus konnte man sehen, ob man in Ost- oder Westdeutschland ist", erinnert sie sich.

Heute sind optische Unterschiede Vergangenheit, die Wiedervereinigung aber bleibt ein Prozess, der zahlreiche Lebensbereiche umfasst. Ein Grund für die Rückkehr in die neuen Bundesländer war für Siegrid Guthmann der Wunsch ihre Erfahrungen einzubringen und am Aufbau der Region mitzuwirken. Dieses Ziel verfolgt auch die Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse". Sie hat konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet, mit denen sichtbare Schritte hin zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse für alle in Deutschland lebenden Menschen erreicht werden - in Ost und West, in der Stadt und auf dem Land.