Ministerium

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM)

Im Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften" (GjS), das am 14. Juli 1953 in Kraft trat, war zur Durchführung des Jugendmedienschutzes eine Bundesoberbehörde unter dem Namen "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" (kurz: BPjS) vorgesehen. Sie wurde 1954 konstituiert. 1985 wurde das GjS im Zusammenhang mit dem Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JöSchG) geändert, um angemessen auf die aktuelle Entwicklung reagieren zu können und Kennzeichnungs- und Freigabevorschriften, die bereits für Kinofilme galten, auch auf die zunehmenden Videofilme zu übertragen.

Mit dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) vom 23. Juli 2002 (BGBl. I S. 2730) sind das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG) und das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte (GjS) zusammengefasst worden. Das neue Gesetz ist am 1. April 2003 in Kraft getreten. Neben weitreichenden Verfahrensänderungen wurde u. a. die Bundesprüfstelle "in Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien" (kurz: BPjM) umbenannt.

Die Bundesprüfstelle hat die Aufgabe, in einem justizförmigen Verfahren darüber zu entscheiden, ob bestimmte Medieninhalte jugendgefährdend sind. Ihre Mitglieder, das heißt die Beisitzerinnen und Beisitzer einschließlich der oder des Vorsitzenden, sind im Rahmen der Indizierungsverfahren nicht an Weisungen gebunden.

Ferner gehört die "Förderung wertorientierter Medienerziehung und Sensibilisierung und Beratung der Öffentlichkeit in den Bereichen des Jugendmedienschutzes" zu ihrer Aufgabe.

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53123 Bonn
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Fax: 0228/ 37 90 14
E-Mail:info@bpjm.bund.de

www.bundespruefstelle.de