Aufgaben

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Aufgaben

Familie

Das Bundesministerium

  • gestaltet eine wirksame Familienförderung auf der Grundlage empirischer Daten und wissenschaftlicher Erkenntnisse,
  • entwickelt Familienleistungen entlang der vielfältigen Lebenswirklichkeiten, Wünsche und Bedarfe von Familien weiter - für eine gute Entwicklung aller Kinder, wirtschaftliche Stabilität von Familien und eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter,
  • sichert einen modernen Mutterschutz und ein flexibles Elternzeitrecht,
  • entwickelt und begleitet bundesweit Kooperationen für mehr Familienfreundlichkeit vor Ort und mit der Wirtschaft - vor allem mit der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" und dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie",
  • fördert bundeszentral Träger der Familienarbeit (Familienbildung, Familienberatung, Familienselbsthilfe, Familienverbände) und unterstützt Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung,
  • unterstützt Familien mit Migrationshintergrund bei der Orientierung und der Integration in Deutschland,
  • setzt sich dafür ein, dass alle Menschen im Hinblick auf sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt Schutz und Akzeptanz erfahren und mit ihren Familien und Angehörigen ohne diskriminierende Übergriffe leben können,
  • fördert Bau- und Umbaumaßnahmen von Einrichtungen des Müttergenesungswerkes und von Familienferienstätten,
  • unterstützt Familien in besonderen Belastungssituationen durch Hilfe- und Orientierungsangebote,
  • bietet digitale Serviceangebote für Familien, zum Beispiel das Serviceportal www.familien-wegweiser.de und das Infotool Familienleistungen und entwickelt neue, digitale Informationszugänge für Familien,
  • unterstützt bürgerschaftliches Engagement durch gute Rahmenbedingungen und stärkt die Anerkennungskultur.

Ältere Menschen

Das Bundesministerium

  • verankert differenzierte, realistische Bilder vom Alter(n) und unterstützt ältere Frauen und Männer - darunter auch ältere Migrantinnen und Migranten - dabei, selbstbestimmt zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben,
  • initiiert Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für ein nachhaltiges seniorenpolitisches Handeln,
  • unterstützt ältere Menschen, die ihr Erfahrungswissen und ihre Potenziale in die Gesellschaft einbringen und fördert Seniorenorganisationen, die die älteren Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und Interessen und bei ihrem Engagement für Generationensolidarität unterstützen,
  • verhandelt in den Gremien der Vereinten Nationen, des Europarats und der Europäischen Union Fragen des demografischen Wandels, der Stärkung der Rechte Älterer, die Bekämpfung der Diskriminierung älterer Menschen und unterstützt die internationale, europäische und bilaterale Zusammenarbeit auf Regierungsebene und mit Verbänden,
  • setzt sich für die weitere Umsetzung des Weltaltenplans in Deutschland ein (MIPAA),
  • erkennt Bildung und Digitalisierung als wichtige Chancen für ein selbstbestimmtes Leben und Teilhabe für ältere Menschen und initiiert Maßnahmen, diese Potenziale eines aktiven Alterns zu fördern,
  • stößt in der Altenpflege Maßnahmen zur Sicherung der Fachkräftebasis und zur Weiterentwicklung der Berufsausbildung an,
  • verbessert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel durch das Pflegeberufegesetz, das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz und die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen,
  • trägt Sorge für die Stärkung eines gesellschaftlichen Bewusstseins für Ressourcen und Würde von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen im Alter, insbesondere bei Demenz und Behinderung sowie am Lebensende,
  • setzt sich für die Umsetzung der Inklusion älterer Menschen mit Behinderung/Hilfebedarf ein,
  • fördert die bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und setzt sich - in Kooperation mit dem im Familienpflegezeitgesetz vorgesehenen Beirat - für eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger ein,
  • kooperiert mit Bundesländern und den zuständigen Bundesressorts zu Fragen der rechtlichen Betreuung, insbesondere der ehrenamtlichen Betreuung durch Familienangehörige,
  • erkennt die besondere Bedeutung der Wohnung für ältere Menschen und führt Modellprojekte zur Förderung eines selbstständigen und selbstbestimmten Wohnen und Lebens im Alter und zur qualitätsvollen Hilfe und Pflege im Alter durch,
  • stärkt die Rolle der Kommunen und verbessert die Rahmenbedingungen für Partizipation und Teilhabe aller älteren Menschen und erarbeitet generationenübergreifende Konzepte im kommunalen Sozialraum,
  • entwickelt im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung und die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie innerhalb des Bundesfamilienministeriums Vorschläge und Konzepte zur Weiterentwicklung,
  • wirkt an der Weiterentwicklung der Sozialgesetzgebung, insbesondere der gesetzlichen Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung mit.

Gleichstellung

Das Bundesministerium

  • erarbeitet und begleitet federführend Bundesgesetze zur Durchsetzung der Gleichstellung (zum Beispiel Bundesgleichstellungsgesetz, Entgelttransparenz) und nimmt Einfluss auf die Gesetzesvorhaben anderer Bundesministerien, soweit sie Frauen- beziehungsweise Gleichstellungsfragen berühren,
  • entwickelt Programme und Initiativen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Arbeitswelt (zum Beispiel Aufwertung der sozialen Berufe), Familie, Gesellschaft und Politik sowie zum Abbau von Gewalt gegen Frauen,
  • führt Forschungs- und Modellvorhaben zu gleichstellungspolitischen Fragen und Instrumenten durch, veröffentlicht die Ergebnisse und unterstützt deren bundesweite Umsetzung,
  • berücksichtigt dabei auch die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund und fördert deren Teilhabe,
  • beauftragt unabhängige Sachverständige mit der Erstellung regelmäßiger Gleichstellungsberichte,
  • führt Maßnahmen zur Förderung einer gleichstellungsorientierten Arbeit für und mit Jungen und Männern durch, die dazu dienen, einengende Geschlechterrollen zu überwinden,
  • setzt sich für eine messbare Verbesserung bei der Erweiterung des Berufswahlspektrums junger Frauen und Männer ein,
  • fördert und unterstützt den Deutschen Frauenrat und das Bundesforum Männer sowie bundesweite Vernetzungsstellen im Gleichstellungsbereich,
  • stellt Hilfen für Schwangere in Not- und Konfliktlagen zur Verfügung (unter anderem im Rahmen des Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt) und setzt in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den gesetzlichen Auftrag zur Vermeidung und Lösung von Schwangerschaftskonflikten um,
  • stärkt Frauen mit Behinderungen,
  • unterstützt auf Grundlage der Bundesförderrichtlinie gemeinsam mit den Bundesländern ungewollt kinderlose Paare durch Gewährung von zusätzlichen finanziellen Hilfen bei reproduktionsmedizinischen Behandlungen,
  • initiierte die Einrichtung des bundesweiten Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen", führt die entsprechende Fachaufsicht und wird die Evaluation in Auftrag geben,
  • leitet die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Bekämpfung häuslicher Gewalt gegen Frauen sowie die bundesweite Arbeitsgruppe "Menschenhandel", denen jeweils auch Nichtregierungsorganisationen und Fachberatungsstellen angehören,
  • unterstützt, dass die politische und fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Gewalt gegen Männer" evidenzbasiert stattfindet,
  • tritt für die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung von Frauen bei Themen und Initiativen in europäischen und internationalen Gremien und Foren ein. Beispielsweise in der Europäischen Union, dem Europarat und den Vereinten Nationen.

Kinder und Jugend

Das Bundesministerium

  • unterstützt Länder und Kommunen dabei, ein bedarfsgerechtes Angebot von Kitas und Kindertagespflege zu schaffen. Dazu stellt es im Rahmen des Ausbaus der Kindertagesbetreuung von 2008 bis 2020 insgesamt über 4,4 Milliarden Euro zur Verfügung, parallel fließen und flossen von 2009 bis 2018 6,26 Milliarden Euro in Betriebskostenzuschüsse von Seiten des Bundes,
  • hat gemeinsam mit den Ländern den Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung ab dem ersten Lebensjahr eingeführt, der seit dem 1. August 2013 gilt,
  • entwickelt gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern die Qualität der frühkindlichen Bildung fort,
  • arbeitet daran, die frühpädagogischen Berufe aufzuwerten, um so mehr Fachkräfte für die Kindertagesbetreuung zu gewinnen und länger im Beruf zu halten,
  • steht für einen aktiven und wirksamen Kinderschutz und Frühe Hilfen und setzt hierbei auf Prävention und Intervention,
  • setzt sich dafür ein, allen Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit digitalen Medien zu ermöglichen. Kinder und Jugendliche müssen umfassend teilhaben können an digitalen Medien und gleichzeitig in ihrer Medienkompetenz gefördert und vor Risiken der Onlinewelt geschützt werden,
  • unterstützt Menschen, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Leid und Unrecht in Kinderheimen oder sexualisierte Gewalt in der Familie oder in einer Institution erfahren mussten, bei der Linderung beziehungsweise Beseitigung der Folgeschäden,
  • ist verantwortlich für das "Kinder- und Jugendhilfegesetz" (SGB VIII) und das Jugendschutzgesetz,
  • fördert die Entwicklung junger Menschen zu selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten,
  • ist verantwortlich für die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen einschließlich der Zusatzprotokolle und die Erstellung der Staatenberichte zu deren Umsetzung,
  • setzt sich für Umsetzung der Inklusion junger Menschen mit Behinderung ein,
  • setzt sich für Pflegekinder und ihre Familien ein,
  • nimmt als Querschnittsaufgabe in engem Kontakt zu anderen Bundesressorts, den Ländern und Gemeinden sowie der öffentlichen Jugendhilfe die Interessen von Kindern und Jugendlichen in allen Politikbereichen, vor allem im Bildungs-, Gesundheits- und Arbeitsmarktbereich wahr,
  • setzt unter dem Dach der Jugendstrategie "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" (2015 bis 2018) die Leitlinien, Grundsätze und Ziele der Eigenständigen Jugendpolitik um und rückt die Interessen und Bedürfnisse der 12- bis 27-Jährigen in den Fokus politischen Handelns,
  • bringt mit der AG "Jugend gestaltet Zukunft" die Bedürfnisse und Ideen Jugendlicher und junger Erwachsener in die Demografiestrategie der Bundesregierung ein, in dem es diese direkt beteiligt,
  • trägt mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums "Jugend-Check" dazu bei, Maßnahmen des Bundes auf ihre Vereinbarkeit mit den Interessen der jungen Generation überprüfen und damit Generationengerechtigkeit, Wertschätzung junger Menschen und die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu sichern,
  • unterstützt und fördert überregionale und bundeszentrale freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in ihrer Vielfalt von Wertorientierungen, Inhalten, Methoden und Arbeitsformen zum Zweck der außerschulischen Jugendildung,
  • stärkt junge Menschen mit schlechteren Startchancen am Übergang von der Schule in den Beruf,
  • fördert die soziale und gesellschaftliche Integration junger Migrantinnen und Migranten durch individuelle Begleitung,
  • unterstützt das Verfahren zur bundesweiten Aufnahme unbegleiteter ausländischer Minderjähriger und setzt sich für eine gelingende Integration junger Flüchtlinge ein,
  • entwickelt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit sowie die europäischen Jugendprogramme weiter und setzt sie um,
  • fördert internationalen Austausch Jugendlicher und von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe,
  • gestaltet die Umsetzung der EU Jugendstrategie in Deutschland,
  • kooperiert mit Schwerpunktländern (zum Beispiel über Jugendwerke und Jugendbüros sowie multilaterale Kooperationsprojekte),
  • beauftragt unabhängige Sachverständige zur Erstellung regelmäßiger Kinder- und Jugendberichte.

Freiwilligendienste

Aufgabe des Bundesministeriums ist die

  • Stärkung freiwilligen Engagements durch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und die Jugendfreiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ),
  • Unterstützung und Ausbau des grenzüberschreitenden Engagements über den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) und den Anderen Dienst im Ausland (ADiA), sowie der Teilnahme ausländischer Freiwilliger an BFD, FSJ und FÖJ (Incoming),
  • Initiierung und Betreuung von Gesetzgebungsvorhaben sowie Erlass ministerieller Richtlinien und Anordnungen für den Bundesfreiwilligendienst und die Jugendfreiwilligendienste,
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Freiwilligendienste,
  • Fassung von Grundsatz- und Einzelfallentscheidungen zu den Einsatzstellen und Einsatzbereichen im BFD, zu pädagogischer Begleitung in den Freiwilligendiensten sowie zu von den Akteuren der Freiwilligendienste übermittelten Problemstellungen,
  • systematische Erfassung der Wirkungen von Freiwilligendiensten durch Evaluation von BFD und JFD; Förderung von Forschungsvorhaben; Ressortforschung zu den Freiwilligendiensten,
  • Kostenplanung und -steuerung im Bereich der Freiwilligendienste,
  • Ressortkoordination zu den nationalen und internationalen Freiwilligendiensten,
  • Kooperation mit Ländern, Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtpflege und anderen Spitzenverbänden, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) sowie anderen Trägern der Freiwilligendienste,
  • die Ausübung der Fach- und Rechtsaufsicht über das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hinsichtlich der Freiwilligendienste.

Engagementpolitik und Wohlfahrtspflege

Das Bundesministerium

  • unterstützt zahlreiche Initiativen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger in ihrer Arbeit zur Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung,
  • will die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement durch gezielt konzipierte oder gebündelte Projekte und Maßnahmen und eine besser abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen verbessern,
  • trägt durch die Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes bei,
  • legt in jeder Legislaturperiode dem Deutschen Bundestag einen wissenschaftlichen Bericht über Stand und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements vor, erstellt von einer unabhängigen Sachverständigenkommission und ergänzt mit einer Stellungnahme der Bundesregierung,
  • fördert Forschung zu Themen des bürgerschaftlichen Engagements, denn eine zielgerichtete Engagementförderung benötigt eine gute Wissens- und Datenbasis,
  • stärkt die Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement durch die jährliche Verleihung des Deutschen Engagementpreises an herausragend engagierte Menschen und Organisationen,
  • initiiert und koordiniert Projekte und Modellvorhaben zur Förderung des freiwilligen Engagements und seiner Infrastruktur auch unter Berücksichtigung internationaler Aspekte,
  • initiiert strategische Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft (zum Beispiel Stiftungen) und der Wirtschaft zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements,
  • fördert die Arbeit der Wohlfahrtsorganisationen sowie eine Reihe weiterer sozialer Verbände und Einrichtungen auf Bundesebene,
  • fördert das Miteinander und den Austausch der Generationen - mit dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus wurden rund 550 Häuser gefördert, an denen das Miteinander aktiv gelebt wird.