Hospizarbeit und Palliativversorgung

Medienarbeiten über schwerstkranke Menschen ausgezeichnet

Die Ministerin auf einem Gruppenfoto mit den Nominierten des Kommunikationspreises
Dr. Franziska Giffey (Mitte) mit den Nominierten für den Kommunikationspreis (v. l. n. r.) Uwe Vilz, Roman Knie, Karla Krause, Stefan Weiller und Markus Günther© Krisztina Turna

Der Journalist Dr. Markus Günther ist für seinen Essay "Du musst kämpfen" am 14. Juni in Berlin mit dem Kommunikationspreis "... leben bis zuletzt" ausgezeichnet worden. Der Essay ist in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erschienen. Allen nominierten Arbeiten gelang es, auf bemerkenswert einfühlsame und zurückhaltende Weise die Leser, Hörer und Zuschauer an den Themen und Entscheidungen sterbender Menschen und ihrer Familien teilhaben zu lassen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat den Preis als Schirmfrau übergeben.

Dr. Franziska Giffey:

"Für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen sollte ein unkomplizierter Zugang zu Angeboten der Hospizarbeit und Palliativversorgung selbstverständlich sein. In einer solchen Situation rücken schwierige Entscheidungen ebenso wie das Sterben, der Tod und die Trauer näher. Umso wichtiger sind Profis in Medienberufen, die über eine gute Hospiz- und Palliativkultur berichten. Wenn öffentlich mehr und selbstverständlicher über Sterben und Tod gesprochen wird, dann fällt es jedem und jeder Einzelnen auch leichter über die eigene Situation mit allen Beteiligten zu sprechen".

Jedes Jahr stirbt etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung. Drei bis fünf Prozent der Menschen begleiten unmittelbar einen schwerstkranken oder sterbenden Menschen. Viele wissen jedoch nicht, was sie von der Hospiz- und Palliativversorgung erwarten können oder haben sogar Angst davor. Das soll sich durch kontinuierliche und breite Information der Öffentlichkeit ändern. Die Menschen sollen über die Möglichkeiten der Hospizarbeit und Palliativversorgung aufgeklärt werden.

Dafür soll der Kommunikationspreis "...leben bis zuletzt" einen Beitrag leisten. Ausgeschrieben wurde der Preis von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutschen PalliativStiftung als Initiative zur Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Eine Fachjury wählte den Preisträger aus einer Endrunde von fünf nominierten Medienarbeiten aus. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.