16. Kinder- und Jugendbericht

Wie steht es um die demokratische Bildung von jungen Menschen?

Diese Frage nimmt der 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung in den Fokus, den das Bundeskabinett am 11. November verabschiedet hat. "Ein außerordentlich wichtiges Thema", findet Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. "Denn jede Generation muss Demokratie neu erlernen." Welche Themen sind für junge Menschen wichtig? Inwieweit interessierten sie sich für Politik? Dazu hat das Bundesfamilienministerium Jugendliche befragt.

[Mit bunten Wellen, die durch das Bild fliegen, erscheint die Einblendung „16. Kinder- und Jugendbericht“. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, sitzt auf einem Stuhl. Im Hintergrund ist die Europaflagge sowie ein Werbeaufsteller zum 16. Kinder- und Jugendbericht zu sehen. Sie spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, herzliche Grüße aus dem Bundesjugendministerium. Der 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung liegt vor und in diesem Jahr beschäftigt er sich besonders mit Fragen der politischen Bildung der jungen Generation. Ein außerordentlich wichtiges Thema, denn jede Generation muss auch Demokratie neu erlernen. Deshalb geht es im 16. Kinder- und Jugendbericht um demokratische Bildung im Kindes- und Jugendalter. Wir haben aus diesem Anlass junge Menschen gefragt, ob sie sich für Politik interessieren und welche Themen sie wichtig finden. Und da schauen wir jetzt mal rein.

[Franziska Giffey nimmt ein Tablet in die Hand und schaut sich verschiedene Umfragestimmen an.]

Vox Pops

Corona-Krise, Fridays for Future. Das sind Sachen, die mir direkt zum Thema Politik einfallen. Für mich ist das Thema Gleichberechtigung in der Politik sehr wichtig oder auch Rassismus oder Umweltkatastrophen oder so. Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Ich muss ehrlich sagen, bei dem Thema Parteien und den ganzen Wahlen bin ich so ein bisschen raus, da habe ich nicht so einen Überblick, aber ich interessiere mich schon für Demokratie und den Gedanken dahinter und auch, wie er in der Gesellschaft zu sehen ist. Ich finde es auch wichtig, dass jeder eine Meinung dazu hat, weil uns Politik die ganze Zeit beschäftigt.

[Es wird herausgezoomt und Franziska Giffey ist wieder zu sehen. In ihrer Hand hält sie das Tablet und sie spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Junge Menschen interessieren sich stärker für Politik und schätzen den Wert politischer Bildung höher ein, als ihnen oft zugetraut wird. Sie erleben politische Bildung in der gesamten Kindheit und Jugend. Von der Familie, in der Kita, Schule, aber auch in der Ausbildung und bei außerschulischen Bildungsstätten, beim politischen Engagement, in Freiwilligendiensten oder bei der Bundeswehr. Und immer öfter auch in digitalen Lebenswelten. Wie es überall dort um die politische Bildung steht – das untersucht der 16. Kinder- und Jugendbericht. Und er schildert, vor welchen Herausforderungen  unsere Demokratie aktuell steht. Für die Sachverständigen, die den Bericht geschrieben haben, und auch für mich als Bundesjugendministerin ist klar: Das wichtigste Ziel politischer Bildung ist, jungen Menschen demokratische Prinzipien und Werte zu vermitteln. Zum Beispiel Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit oder der Schutz von Minderheiten. Bewegungen wie Fridays for Future zeigen, dass junge Menschen politisch aktiv sind. Zugleich verstärkt die Corona-Pandemie bei vielen das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse und Interessen als nebensächlich gelten. Es ist wichtig, dass wir auch die junge Generation sehen. 

[Franziska Giffey startet erneut das Video auf dem Tablet und sieht sich verschiedene Umfragestimmen an.]

Vox Pops

Ich sehe auch immer mehr junge, engagierte Menschen, die was verändern wollen und auch über Social Media, wo einfach viel Aufmerksamkeit auf Dinge, die falsch laufen in unserer Gesellschaft, aufmerksam gemacht wird. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, dass auch Jugendliche, die unter 18 sind eventuell in den Bundestag gehen, ich glaube nicht, aber die können die Meinung von uns immer am besten vertreten, dass das so ein bisschen kombiniert wird, dass es ein bisschen mehr zusammenhängt: Jugendliche, Politiker, Erwachsene.

[Es wird herausgezoomt und Franziska Giffey ist wieder zu sehen. In ihrer Hand hält sie das Tablet und sie spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Wir als Bundesjugendministerium unterstützen Orte und Initiativen, die jungen Menschen demokratische Werte vermitteln. Deshalb fördern wir über den Kinder- und Jugendplan des Bundes gezielt politische Jugendbildung. 

[Einblendung: www.bundesjugendministerium.de]

Franziska Giffey

Das kann zum Beispiel in Jugendbildungsstätten oder bei Gedenkstättenfahrten sein, aber auch in Jugendverbänden oder im internationalen Jugendaustausch. Überall erlebe ich, wie junge Menschen Demokratie lernen und sich für Vielfalt und gegen Extremismus einsetzen. Dafür steht auch unser Programm "Demokratie leben!", mit dem wir über 500 Projekte fördern, an denen sich auch junge Menschen engagieren. 

[Einblendung: www.demokratie-leben.de]

Franziska Giffey

Sehr erfolgreich sind auch die Kinder- und Jugendwahlen. Dort beschäftigen sich tausende junge Menschen unter 18 mit den Parteien und Wahlen. 

[Einblendung: www.u18.org, www.juniorwahl.de]

Franziska Giffey

Dabei zeigt sich immer wieder, dass sie sehr wohl in der Lage sind, verantwortungsbewusst Wahlentscheidungen zu treffen und auch schwierige politische Themen zu beurteilen, darüber zu sprechen, sich ihre Meinung und ihr klares Bild auch zu machen. Der Kinder- und Jugendbericht steckt voller Empfehlungen, wie politische Bildung für junge Menschen besser wird. Letztlich geht es darum, dass junge Menschen lernen, selbst politisch zu handeln und unsere - und ihre - Demokratie mitzugestalten. Ich freue mich darauf, die Ergebnisse des 16. Kinder- und Jugendberichts mit Ihnen gemeinsam zu diskutieren.

[Einblendung des 16. Kinder- und Jugendberichtes in gedruckter Form und darunter die Webseitenadresse: bmfsfj.de/kinder-und-jugendbericht]