DemografieGestalter 2018 für Bildung, Beratung, Betreuung

Unsere Schulinitiative (U.Sch.I) fördert junge Mütter

Dr. Franziska Giffey hat am 04. Juni fünf Mehrgenerationenhäuser als "DemografieGestalter 2018" ausgezeichnet. Das Projekt "U.Sch.I" des Mehrgenerationenhauses Vinetazentrum Kiel wurde in der Kategorie "Bildung, Beratung, Betreuung" ausgezeichnet. Bei diesem Projekt werden junge alleinerziehende Mütter beim Nachholen des Schulabschlusses begleitet, wobei gleichzeitig für die Betreuung ihrer Kinder gesorgt wird.

Insgesamt bringen 540 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland Alt und Jung zusammen, bieten Beratung in allen Lebenslagen und nachbarschaftliche Hilfe.

[Es erscheint die Einblendung "Mehrgenerationenhaus-Preis - Demografie Gestalter 2018". Es ist eine Außenaufnahme des Mehrgenerationenhauses zu sehen.]

In Kürze das Projekt U.Sch.I: Wir geben den Mädels die Möglichkeit, sie bekommen hier fünf Tage die Woche Unterricht in allen benötigten Fächern, haben parallel dazu immer einen Bezugsbetreuer an der Seite. Der guckt, wo können wir euch unterstützen, wo können wir euch helfen?

[Junge Mütter lernen in einem Klassenraum. Sie machen sich Notizen, eine Lehrperson erklärt einer Schülerin etwas.]

Natürlich ist es auch so, dass wir dadurch die Möglichkeit haben, dass die Kinder hier betreut werden können, weil wir Erzieher hier haben. Das ist für viele Mütter einfach das große Problem gewesen, die Schule vernünftig durchzuziehen. Hier können wir das dann sozusagen gewährleisten, was eben auch ein großer Punkt ist, dass die das hier erfolgreich bestehen können.

[Ein junges Mädchen lächelt in die Kamera. Lachende Kinder spielen mit Erziehern in einem Toberaum.]

Man muss auch sagen, dass das Konzept praktisch den Frauen gehört, weil die das für sich entworfen haben. Das ist auch deren Konzept. Das ist ganz wichtig dabei, weil wir genau auf dieser Basis auch die nachfolgenden Jahre gearbeitet haben.

[Eine junge Mutter hält ihr Kind auf dem Arm. Im Anschluss ist sie im Klassenraum zu sehen.]

Also wir sind einfach wirklich regelmäßig, wenn die Schülerinnen hier im Unterricht sind, oder den ganzen Tag über, wir sind hier im Haus. Wir sind jederzeit ansprechbar. Wir haben regelmäßige Treffen mit den Schülerinnen, um zu gucken, wie ist jetzt der Stand, wie geht es ihnen, wo können wir helfen?

[Ein Lehrer schreibt etwas mit Kreide an die Tafel. Die Schülerinnen notieren sich Dinge und unterhalten sich mit der Lehrperson.]

Ich finde es total schön jungen Müttern, die sozusagen, die Regelschule nicht durchziehen konnten, hier die Möglichkeit zu geben und dabei zu unterstützen, den Schulabschluss nachzuholen. Weil gerade auch die Mütter, die hier sind, wirklich Lust darauf haben und ich einfach total Spaß daran habe, die dabei zu unterstützen. Auch gerade im Fach Mathe.

[Eine Schülerin meldet sich. Henry Lorenz schreibt etwas an die Tafel.]

Ja, dass wir, wenn wir Probleme haben, dass wir zu denen kommen können, also zu den Betreuern, dass Kinderbetreuung hier ist.

[Eine Zeitrafferaufnahme zeigt den Lernprozess im Klassenraum. Angelina Grüneberg hört konzentriert zu.]

Bildung liegt mir sehr am Herzen. Ich kümmere mich auch in anderen Bereichen um die Bildung von Kindern. Hier sind es eben Mütter. Ich als Mutter und auch als Großmutter, weiß, was es bedeutet, wenn eine Mutter noch einmal eine Chance bekommt, eine Bildung, eine Qualifizierung zu bekommen und damit wieder für ihre Kinder ein Vorbild zu sein.

[Kinder spielen mit Erziehern im Toberaum. Ein Kind trägt eine Schaumstoffmatte durch das Zimmer.]

Es ist natürlich anstrengend, aber es ist auf jeden Fall eine super Möglichkeit und es bringt auch Spaß in eine andere Gemeinschaft zu kommen. Ich finde dadurch kann man einige Bereicherungen haben, von dem Sozialen, wie auch vom Unterricht natürlich.

[Teilnehmerinnen tauschen sich aus und lachen sich gegenseitig zu. Carolin Raupach nimmt ihren Sohn in den Arm. Man sieht die Einblendung "Herzlichen Glückwunsch zum DemografieGestalter 2018!" und das Logo des BMFSFJ.]